Saturday, 14. February 2009Ein Bisschen Zugriffsstatistik
Nicht dass es wichtig, signifikant, besonders präzise oder sonst was wär, aber ich hab ein Bisschen Zugriffsstatistik erstellt. Dazu hab ich Bisschen durch die Logfiles gegrept, mit folgendem Befehl:
nice -n 5 zgrep -i Stichwort /var/log/apache2/access.log.?.gz | wc -l Als Stichwort hab ich dann Clientstrings oder Betriebssystemnamen eingesetzt. Anschliessend hab ich das gegen die Anzahl Gesamtzeilen ausgewertet. Überraschungen gibt's eigentlich keine grossen. Aus der Statistik ausgeschlossen hab ich die Anfragen von Nagios und von Grendel. Ersteres überwacht regelmässig von einem externen Rechner aus, ob der Webserver noch läuft, zweiteres ist ein Sicherheitsscanner für Webskripte, den ich mal ausprobiert habe. Ebenfalls nicht berücksichtigt habe ich Bots von Suchmaschinen, welche ansonsten signifikante Werte erreicht hätten. Die Frage ist allerdings, ob ich die eher unter Betriebssysteme, Browser oder beides hätte einordnen sollen. Total gehen rund 10% aller Anfragen von Bots aus, wovon GoogleBot den Löwenanteil ausmacht. Überhaupt eine Kennung mitgeschickt haben 94% aller verbleibenden Anfragen. Die anderen 6% waren entweder auf Anonymität getrimmte Browser, irgendwelche Skripte oder Hackversuche. BetriebssystemeWindows: 75%Linux: 21%, davon macht Ubuntu 81% oder 16.9% total aus Mac OS X: 4.1% *BSD: Lächerliche 2 Anfragen total. BrowserFirefox: 49.2%MSIE: 43.2% Opera: 4.2% Google Feedfetcher: 1.9% Safari: 0.8% Konqueror: 0.3 Liferea: 0.3% Chrome: 0.05% Da diese Statistik einfach über die Gesamtzahlen der letzten 3 Monate erstellt wurde, lassen sich daraus keinerlei Schlüsse bezüglich Veränderungen ziehen. Im Grossen und Ganzen gefällt mir aber der hohe Anteil an Linux und Firefox. Dennoch muss ich unbedingt noch etwas an den Werten des Internet Explorer arbeiten. Wie vergraule ich die IE-Fraktion wohl am besten? Verzerrt wird das ganze Bild wohl durch meine häufigen Zugriffe auf einige installierte Webtools, darauf dürfte der hohe Ubuntu-Anteil zurückführen sein. Google macht vor allem durch seine Bots und den Feedfetcher auf sich aufmerksam, Chrome ist absolut irrelevant. Saturday, 14. February 2009Biometriewahn
So langsam ergreifen die Parteien die Parole für die Abstimmung über die biometrischen Pässe vom 17. Mai. Unsere
Richtigerweise geht es in der Abstimmung um die "Abschaffung traditioneller, nichtbiometrischer Pässe". Wird nämlich an der Abstimmung der Zwang zu biometrischen Pässen abgelehnt, ändert sich nichts. Dann behält man weiterhin die Wahl zwischen biometrischem und nichtbiometrischem Pass. Wer also "nichts zu verbergen™" hat, darf sich trotzdem den biometrischen Pass holen. Wird hingegen der Zwang zu biometrischen Pässen angenommen, so muss jeder Schweizer einen teuren, unsicheren, ortbaren Pass kaufen und sich wie ein Verbrecher fichieren lassen. Ob er nun in die USA reisen will oder nicht. Übrigens, liebe Windfähnlipartei (CVP), die ihr ja den Biometriezwang so sehr unterstützt: Ich hab euch noch eine coole Idee für einen Vorstoss nach der Abstimmung. In Mexiko bekommt man jetzt neue Handies nur noch gegen Abgabe eines Fingerabdrucks. Das könnt ihr doch auch in der Schweiz versuchen einzuführen. Damit würdet ihr mir helfen, viel, viel Geld zu sparen. Weil ich dann das Handy wieder abschaffen und Kontakte künftig ganz traditionell mit der analogen Technik Stift und Papier aufnehmen werde. Meine Fingerabdrücke gibt's erst, wenn mir ein Verbrechen untergeschoben wird. Punkt. Saturday, 7. February 2009Apache mit voll funktionalem mod_chroot in Debian
Apache ist ein äusserst exponierter Dienst. Grad auf Servern mit vielen Seiten und zahlreichen PHP-Skripten ist das durchaus die grösste Bedrohung für die Serversicherheit. Daher empfiehlt es sich, der Absicherung von Apache besonders viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Eine wichtige Methode der Absicherung ist das chroot, in dem der Apache in ein Unterverzeichnis des Systems gesperrt wird. Gelingt ein Angriff auf ein Webskript, so sind für den Angreifer noch immer weitere Hürden in den Weg gelegt, bevor er sich im System einnisten kann.
Relativ einfach lässt sich ein chroot mittels mod_chroot einrichten. Es gibt auch unzählige Howtos im Internet. Aber leider kein einziges brauchbares. Apache ins chroot sperren ist an sich keine Sache. Die nötigen Pakete installieren, dann noch zwei Konfigurationseinträge vornehmen und gut. Gut? Nein! Denn damit geht eigentlich gar nichts mehr, ausser der Auslieferung statischer Webseiten und ein Bisschen Basis-PHP. Email? Tot! ImageMagick? Tot! Das muss nicht sein. Daher mein Howto für Apache mit mod_chroot, mod_php5, suhosin und PHP im safe_mode: Zuerst müssen die nötigen Pakete installiert werden: aptitude install apache2 libapache2-mod-chroot libapache2-mod-php5 php5-suhosin php5-imagick imagemagick dash msttcorefonts Weitere PHP-Module können nach Bedarf installiert werden, wie z.B. php5-gd php5-imap php5-ldap php5-mcrypt php5-mysql. Vorsicht ist bei suhosin geboten, einige grössere PHP-Applikationen bekommen dadurch Probleme. Entsprechende Workarounds müssen dann per individueller Konfiguration eingebaut werden. Die meisten wichtigeren Applikationen haben in ihrer Hilfe oder im Supportbereich entsprechende Informationen. Ein erster Härtungsschritt ist, dass Apache der Zugang zu einer Shell entzogen wird. Eine Shell ist nicht notwendig und nur ein weiterer potentieller Unsicherheitsfaktor. Also: usermod -s /bin/false www-data Nun müssen die Module aktiviert werden: a2enmod mod_chroot && a2enmod php5 In der Datei /etc/apache2/apache2.conf muss folgende Zeile eingefügt werden: ChrootDir /var/www Als nächster Schritt wird das chroot gebaut. Das ist ein sehr langer und aufwändiger Prozess. Denn ins chroot müssen sämtliche ImageMagick-Binaries sowie ein SMTP-Server samt ihrer Abhängigkeiten kopiert werden. Ich hab das chroot wie schon bei Teamspeak mit den Thread Local Storage Bibliotheken gebaut. XEN-User sollten davon Abstand nehmen und die "normalen" Bibliotheken verwenden. Als Mini-Mailserver habe ich mich für esmtp entschieden, wer andere vorlieben hat, darf sich natürlich auch gerne ssmtp anschauen oder versuchen mini_sendmail zum Laufen zu überreden. Mailer vorbereitenLeider akzeptiert Debian nur die Installation eines MTA gleichzeitig. Da man als Systemmailer wohl lieber Postfix oder Exim einsetzt, muss hier etwas getrickst werden. Verwendet hier bitte für den Download der Pakete (auch wenn sie recht klein sind) den Debian Mirror EURER Wahl, damit sich die Last entsprechend verteilt. Ausserdem muss auf die Versionsnummer acht gegeben werden, die kann sich natürlich mit der Zeit ändern. .deb-Pakete sind mit dem Packer ar gepackt, dieser sollte standardmässig auf jedem Debian-System installiert sein.mkdir ~/esmtp Basis-Chroot bauenBei sämtlichen Befehlen, die nun folgen, wird davon ausgegangen, dass man sich im Verzeichnis /var/www befindet. Ist dem nicht so, so stimmen natürlich die relativen Pfade nicht mehr und das Howto schlägt fehl. Wie schon eingangs erwähnt, sollten XEN-User aus Performancegründen nicht die TLS-Bibliotheken verwenden.cd /var/www Dash wird als Shell mit minimalem Speicherbedarf installiert. Leider benötigt esmtp zwingend eine Shell, ansonsten verweigert er den Dienst. Dies ist natürlich ein klarer Sicherheitsmangel, der durch Workarounds wie safe_mode behoben werden muss. Nun wird der Mailer ins chroot kopiert: cp ~/esmtp/usr/bin/esmtp bin Und als nächstes wird der Mailer konfiguriert. Unter Annahme, dass auf dem Server z.B. ein Postfix oder Exim als Mailserver läuft, muss dazu die Datei /var/www/etc/esmtprc mit folgendem Inhalt erstellt werden: hostname = 127.0.0.1:25 Ausserdem ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um PHP mitzuteilen, wie es mailen soll. Ausserdem kann man bei der Gelegenheit auch weitere Absicherungen vornehmen und z.B. den safe_mode einschalten. Dazu müssen ein paar Direktiven in der Datei /etc/php5/apache2/php.ini angepasst oder eingefügt werden. Beachte, dass die Shell in /bin liegt, während als safe_mode_exec_dir /usr/bin konfiguriert wird. PHP-Skripte können also nicht auf die Shell zugreifen. safe_mode = On ImageMagick und SchriftenEs müssen ein paar weitere Bibliotheken sowie die benötigten ImageMagick-Binaries ins chroot kopiert werden:mkdir -p usr/lib/mime/packages/ Wer noch Schriften braucht, kann diese nach Bedarf installieren. Die Dateinamen der Schriftdateien müssen komplett in Kleinbuchstaben gehalten sein. mkdir -p usr/share/fonts/truetype/msttcorefonts/ DocumentRootDer Startvorgang des Apache verläuft in etwa folgendermassen:
Folglich muss von den DocumentRoot-Verzeichnissen eine Schatteninstallation und eine Life-Installation vorgenommen werden. Wird in der Apache-Konfiguration z.B. die Direktive DocumentRoot /var/www/htdocs/myhost eingetragen, müssen folgende Verzeichnisse erstellt werden: mkdir -p /var/www/htdocs/myhost Effektiv arbeiten wird Apache dann mit dem Verzeichnis /var/www/var/www/htdocs/myhost, dorthin gehören folglich alle HTML-Dateien. Apache starten, stoppen, neu ladenJetzt kann man mal die ganze Sache testen und Apache starten. Ich habe festgestellt, dass mod_chroot leider die reload- und restart-Befehle zerschiesst. Folglich bleiben nur noch start und stop übrig. Um eine geänderte Konfiguration einzulesen, bleibt folglich leider keine andere Möglichkeit, als Apache erst zu stoppen und dann wieder zu starten. Bei stärker frequentierten Seiten freuen sich da vermutlich nicht alle User darüber. Sorry, aber dafür gibt's wohl keine Lösung./etc/init.d/apache2 start Friday, 6. February 2009Microsoft Bugs
Bill Gates war vor allem bekannt dafür, dass er Software mit vielen, vielen Bugs verkauft. Software verkauft er jetzt zwar nicht mehr, aber an den Bugs hängt er offensichtlich immer noch, hat er doch einen Schwarm Moskitos auf die Zuhörer eines Referats losgelassen.
Schuster bleib bei deinem Leisten. Schön, dass Bill diese alte Redensart so sehr beherzigt. Quelle |
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