Saturday, 29. January 2011Killersportverbot
Na endlich geht es weiter mit der Verbietitis. Still und heimlich hat die luzerner Kantonsregierung eine Standesinitiative zum Verbot von Killersportarten eingereicht. Natürlich waren sich die grossen, renommierten Zeitungen der Schweiz zu schade um darüber zu berichten. Und die kleine Depesche in der 20min ist auch nicht aussagekräftig. Mit etwas Recherche lässt sich dann aber trotzdem herausfinden, wer da dahinter steckt. SVP? CVP? SP? Nein, nicht die Standardverdächtigen, wenn es um Einschränkungen der liberalen Gesellschaftsordnung geht, sondern die Grünen! Gratuliere. Damit hat sich also auch die letzte grössere Partei endgültig unwählbar gemacht. Da muss man sich auch nicht länger wundern oder empören, wenn die Schweiz nur auf Platz 14 von 30 in der Studie der Universität Zürich (!!!) über die besten Demokratien eingestuft wird, wohlgemerkt hinter den USA und Deutschland.
Doch was ist nun das Problem an der Sache? Ist doch OK, wenn sich Leute nicht mehr die Fresse einschlagen dürfen. Leider ist's nicht so einfach. Erstens machen sie das besser im Dojo oder Ring als auf schweizer oder auch münchner Strassen. Zweitens sollen die Verbote Ultimate Fighting und Mixed Martial Arts umfassen. Grad letzteres ist aber überhaupt nicht klar definiert und wird vor allem von Brazilian Jiu-Jitsukas betrieben. Ergo führt ein Verbot von MMA direkt zum Verbot von Brazilian Jiu-Jitsu. Und da ich einem luzerner Katholenbünzli nicht genügend Weltoffenheit und Intelligenz unterstelle, um einen Unterschied zwischen Brazilian Jiu-Jitsu und traditionellem Jiu-Jitsu zu sehen, wird zweiteres wohl bald auch verboten werden. Und damit dann bald auch Judo, Karate, Kickboxen, Muai-Tai, Wing-Tsun, Kempo, Kung-Fu, Aikido... weil schaut ja alles irgendwie ähnlich aus. Gratuliere, liebe Politiker. Irgendwie versteh ich euch ja. Weil so Killersportarten sind ja nur was für aggressive Männer mit Testosteronüberschuss, die dann zuhause ihre Frau mit der Dienstwaffe bedrohen. Aber damit wollt ihr mir nach den Killerspielen also schon die zweite Freizeitbeschäftigung verbieten. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Heavy-Metal-Verbot. Weil ist ja alles nur brutale Musik. Allerdings lasst euch gesagt sein, liebe Christentaliban aus der Innerschweiz, die bösen, satanischen Rückwärtsbotschaften sind auch in Radio-DRS-kompatibler Musik zu finden. Das beschränkt sich nicht nur auf Metal. Tuesday, 25. January 2011Linux auf richtig grossen Partitionen installieren... trotz BIOS
Schade, dass nagelneue Boards immer noch dieses eklige BIOS statt dem wesentlich moderneren EFI mitbringen. BIOS und Grub können nämlich nichts mit GPT anfangen, was für grosse Partitionen über 2TB aber notwendig ist. Und BIOS bzw MBR begrenzt die Partitionsgrösse auf anachronistische 2TB. Denn wenn man schon 4*2TB kauft, um ein anständiges NAS zu basteln, will man sich nicht lange mit Daten hin-und-her-Schaufelei von Partition A nach Partition B und zurück befassen. Doch auch dafür gibt es eine Lösung:
Es darf einfach keine Partition über 2TB Grösse existieren, auch nicht als Software-RAID-Verbund. Aber LVM darf sich darüber hinwegsetzen. Daher mein Setup: - Am Anfang der Platten eine kleine Partition von 128MB als RAID-1 für /boot - Danach drei Partitionen à 666GB, welche jeweils als RAID-10 zusammengefasst werden - Die drei RAID-10 Partitionen werden mittels LVM zu einem gigantischen logischen Volume zusammengefasst. Alternativ kann man natürlich auch ein RAID-5 nehmen, dann tauscht man 2TB mehr Festplattenplatz gegen massiven CPU-Overhead bei allen Zugriffen ein. Zuerst mal mit einer Live-CD nach Wahl starten und die Disks vorbereiten. Zu beachten ist, dass so grosse Festplatten gerne mit 4k-Sektoren ausgeliefert werden:
Danach erstellt man ein paar logische Volumen nach Bedarf, startet die Setup-CD (in meinem Fall natürlich Debian Squeeze) und schon läuft die Sache rund. Partman wird sich zwar trotzdem beschweren, lässt aber die Installation zu. Und Grub installiert sich ganz normal im MBR. Tuesday, 25. January 2011LibreOffice the Debian way
Da heute LibreOffice 3.3 in stabiler Version freigegeben wurde, wird es höchste Zeit, das proprietär gewordene OpenOffice.org loszuwerden. Da LibreOffice schon im experimental-Zweig von Debian Einzug gehalten hat, lässt es sich sehr elegant auch unter Squeeze (derzeit noch testing) installieren.
Zuerst muss der experimental-Zweig zu apt hinzugefügt werden: cat >> /etc/apt/source.list <<EOF Anschliessend kann bequem irgendwelche Software aus experimental hinzugefügt werden, indem mittels dem Parameter -t an aptitude/apt-get signalisiert wird, welcher Debian-Zweig verwendet werden soll. Die LibreOffice-Paket haben jedoch noch ein paar unsaubere Abhängigkeiten, so dass derzeit einige davon aus testing verwendet werden müssen. aptitude install libhsqldb-java Monday, 24. January 2011Kernel Update und proprietärer Ati-Treiber unter Debian
Irgendwie läuft der Ati-Kram noch nicht ganz zufriedenstellend. Immerhin hat es AMD unterdessen fertiggebracht, ihr Treiberpaket mit korrekten md5-Signaturen zu versehen. Ich hab daher auf meinem Debian Squeeze ein Kernel-Update auf 2.6.36.3 vorgenommen (mit dem 2.6.37 kann man den Ati-Murks unmöglich kompilieren) und dann den aktuellen Ati-Treiber versucht zu installieren. Nicht ganz trivial, aber es geht. Ich setze mal voraus, dass ein vollständiges build-environment samt gcc und xorg-dev installiert ist.
Erst ein Kernel-Update: cd /usr/src Mit --jobs=8 wird der nagelneue Quadcore auch endlich mal etwas ausgereizt Gut, danach reboot und Installation der Ati-Treiber samt der dubiosen Patches von hier: sh ati-driver-installer-10-12-x86.x86_64.run Dann klappt's auch mit AMD. Die grosse Stolperfalle ist der zweite Patch, welcher anders codierte Pfadangaben drin hat und darum mit -p2 statt -p1 aufgerufen werden will. Der Rest ist ziemlich geradeaus. Saturday, 22. January 2011Ich hasse AMD!!!
Kann man wirklich sooooooooooo dumm sein???
$ sh ati-driver-installer-10-12-x86.x86_64.run Zum Glück hat die Karte nur 38.- gekostet. Na ja, nächstes mal wieder nVidia. |
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