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Fortinet Rant

^ v M ><
Letztes Wochenende hatte ich das Vergnügen, eine Fortinet-Installation zu konfigurieren. Das sind nicht ganz günstige Firewalls, die sich einen professionellen Anstrich geben. Dann ist ja alles easy, oder? Bislang hatte ich noch keine Erfahrung mit den Geräten und somit zum ersten mal welche von nahem gesehen.
  • Alle paar Minuten (in einem zufälligen, willkürlichen Interval) wird man aus dem Webinterface automatisch ausgeloggt. Nicht gespeicherte Einstellungen gehen dabei verloren. Besonders toll, wenn das mitten in einem etwas längeren Assistenten passiert und man mehrfach von vorne anfangen darf.
  • Die Geräte wären ja echt ausführlich dokumentiert. Leider verweist Google konsequent auf veraltete Dokumentation unter docs-legacy.fortinet.com und die Links sind nicht einfach zu docs.fortinet.com abänderbar... SEO, anyone?
  • Die Doku besteht oft aus schönen Schritt-für-Schritt Anleitungen. Z.B. klicke auf den Menüpunkt "Router"... wait... das Gerät hier hat keinen Menüpunkt Routing... - oder klicke auf System -> Network -> Routing, dort auf New Item und fülle Feld X, Y, Z folgendermassen aus... nur dass der Assistent unter New Item die Felder X, Y und Z nicht bietet. aaaargh!
  • Die Geräte müssen beim Hersteller registriert werden, um z.B. Firmware-Updates zu erhalten. Auch nach scheinbar erfolgreicher Registrierung motzt das Gerät, dass die Registrierung nicht vollständig sei.
  • Auf einem der Geräte hat das dann auch dazu geführt, dass OTA-Firmware-Updates nicht möglich sind. Mann muss das Image also mühsam von Hand auf der Website des Herstellers suchen, anhand der kryptischen Dateibezeichnung das richtige erraten und ins Gerät hochladen.
  • Somit haben wir zwei Geräte, beide mit der gleichen Firmware-Version und der gleichen Grundkonfiguration. Nun lassen wir auf beiden den gleichen Assistenten laufen und tragen die gleichen Werte ein (logischerweise sind die IP-Adressen jeweils abweichend, aber ansonsten...). Das Ergebnis: Man erhält völlig andere Resultatansichten.
  • Es gibt eine USB-Konsole, worüber man die Geräte auch mit einer bequemen App für Desktop-Windows, OSX, Android und iOS konfigurieren und überwachen kann. Und ähem, hüstel, räusper... wo ist der Linux-Support?
Das sind alles Dummheiten, die ich bei einem Gerät, das 500 Franken aufwärts in der blanken Ausführung ohne Extras ausgesprochen ärgerlich finde. Das grundsätzlich kostenlose pfSense macht sowas nicht. Aber hey, wie sagt der Manager so schön: was nix kostet...

Handkehrum: Wenn die Dinger mal eingerichtet sind, scheinen sie ihren Zweck zu erfüllen. Immerhin. In der Grundkonfiguration scheinen sie auch standardmässig auf hohe Sicherheit eingstellt zu sein (d.h. es funktioniert zwar erstmal nichts, dafür funktioniert aber auch nichts, wovon man nichts weiss). Und mit dem Upgrade des OS auf Version 5.2 hat sich enorm viel an der Benutzerfreundlichkeit getan. Sonst wäre obige Liste noch viel länger.

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