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Autofahren in Australien und der Schweiz

^ v M ><
Autofahren in der Schweiz ist einfach nur mühsam, und dafür gibt es gute Gründe:

  • Zu viele Verkehrsteilnehmer, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land
  • Ampeln stehen aus Prinzip auf rot. Für alle.
  • Überall Baustellen. Permanent.
  • Kreisel? Voll kompliziert. Eine Ampel bremst den Verkehr eh *noch* besser aus als die inkompetenten Fahrer.
  • Höchstgeschwindigkeit 120. So lange kein Stau herrscht. Für die nächsten 100m. Dann kommt eine Baustelle. Oder ein Lichtsignal. Oder die Geschwindigkeit wird regulär wieder reduziert.
  • Tempowechsel alle 100m.
  • Blitzkasten alle 50m.
  • Parkplätze nur in homöopatischer Dosis. Und dann unverschämt teuer. Und komplett besetzt.
  • Das vorhandene Parkplätzli ist für einen Smart ausgelegt. Maximal.
  • Der linke Nachbar parkt ganz am rechten Rand, der rechte Nachbar ganz am linken Rand.
  • Eine zweispurige Strasse ist knapp breit genug für 1.5 Kleinwagen.
  • Benzin wird mit Gold aufgewogen. Und dann kommen noch die Steuern obendrauf.
  • Ich habe nach der Tagesmiete gefragt, nicht nach dem Kaufpreis!
  • Automatikgetriebe? Natürlich, haben wir. Kostet extra. Warum? Weil das nur für Verlierer ist, die nicht richtig Auto fahren können. Wahre Männer schalten von Hand. Ich will die Strasse und den Wagen spüren!!! (für alle Leser mit dejustiertem Sarkasmusdetektor: Das ist nicht meine Meinung, sondern jene von Otto Normalbüenzli)

Demgegenüber ist es in Australien schon regelrecht entspannend:

  • Freie Fahrt für freie Bürger! ist kein Schlachtruf sondern Realität (insb. auf dem Land).
  • Ampeln stehen für den Hauptverkehrsstrom normalerweise auf grün.
  • Baustellen? Ohne ernsthaften Frost und Verkehr geht die Strasse auch nicht kaputt. Die Verlegung neuer Leitungen lässt sich planen und koordinieren. Und ansonsten kann man auch einfach speditiv arbeiten.
  • Kreisel? Oh yeah! Am liebsten mehrspurig!
  • Höchstgeschwindigkeit 100-110 (130 im NT). Für die nächsten 100km.
  • Die aktuelle Tempoangabe gilt für die nächsten 100km. Oder mehr.
  • Radarkontrolle alle 5000km. Oder seltener.
  • Massenhaft Parkplätze. Gratis.
  • Jeder Parkplatz ist gross genug für einen anständigen 4WD.
  • Egal wie geparkt ist, da ist immer noch genug Platz für zwei offene Türen. Aber idealerweise steht man in der Mitte.
  • Die Fahrspuren der Strassen sind breit genug für anständige SUVs.
  • Benzin ist billig (Normales Benzin ist allerdings nur 91 Oktan).
  • Mietpreise für Kleinwagen sind sehr tief.
  • Handschaltung? Das ist doch dieser perverse europäische Fetisch? Hier, nimm den da mit Automatik.

Natürlich ist nicht alles nur gut. Insbesondere bei der Interpretation der Höchstgeschwindigkeit gehen die Meinungen auseinander:

  • 100? Du meinst 120? Mach mal *drängel* *drängel* *überhol*
  • 100? Du meinst 95? Aber nur bis der Überholstreifen beginnt, ab dann natürlich 110. äääätsch!

Erste Schritte in Bitcoin?

^ v M ><
Es ist zu kompliziert. Wenn sogar ich das sage, ist das Produkt gescheitert. Punkt.

Die Installation und Konfiguration eines Wallet ist nun wirklich keine grosse Übung. So weit war ich schnell. Damit das was nutzt, brauche ich aber ein paar Bitcoins.

Es folgte also mein erster Versuch, einige Micro-Bitcoins käuflich zu erwerben. Folgende Kriterien habe ich angewandt:
- Es muss schnell und einfach möglich sein. (Ich nehme an dieser Stelle das Fazit vorneweg: Tja, leider geht das schon mal gar nicht).
- Ich will eine vollständig elektronische Abwicklung übers Internet. Keine Zustellung per Briefpost, die Wochen dauert und zuletzt noch von der Schweizer Post verschlampt wird.
- Ich will mit Kreditkarte bezahlen können und mir kein Gefummel mit SEPA-Überweisungen antun. Das reduziert die Auswahl an Bitcoin-Börsen schon mal massiv.
- Ich will einen Kleinstbetrag (max 10 Franken/Euro/US Dollar) in Bitcoin umwandeln.

Dennoch gibt es im Prinzip ja genug Handelsplätze

Nun gut, einige habe ich getestet.
- bittylicious.com: Um Bitcoins im Wert von 5GBP zu erwerben, muss ich in einem umständlich zu bedienenden Formular nicht nur Name, Wohnort, Geburtsdatum und Nationalität angeben, sondern auch eine Telefonnummer. Danach kann ich anfangen, Kopien meiner Identitätsdokumente hochzuladen. Nein Leute, so weit vertraue ich euch leider nicht. Da braucht ihr als erstes ein EV-SSL Zertifikat (das sind die im Browser grün angezeigten).
- bitcoininsanity.com: Mir springt auf der Anmeldeseite ein seit Mai abgelaufenes SSL-Zertifikat entgegen. Nein danke.
- coinmama.com: Signup nicht möglich, es gibt eine Fehlermeldung. Irgendwie wurde zwar ein Konto registriert, beim zweiten Versuch erscheint nämlich die Meldung, dass das Konto bereits existiere. Auf das Email, das mir bei der "Passwort vergessen" Anfrage zugestellt werden soll, warte ich noch immer. Und tschüss.
- coin.mx: Das Bestätigungsmail enthält verborkte Links, die man nicht anklicken kann, sondern per copy/paste in den Browser übertragen muss. Nach Anmeldung wird einem erst mal vorgehalten, dass man 10$ Mitgliedschaftsgebühr bezahlen soll. Und tschüss.

Da muss ich halt doch mal ins Kafi Schoffel. Ich hoffe nur, der Bitcoin-Automat steht noch immer dort. Und funktioniert dann auch...

Atomkraftwerke im Stand-By-Modus?

^ v M ><
Und ich dachte eigentlich, dass man den Stand-By-Modus bei Stromverbrauchern* vermeiden und stattdessen ganz abschalten sollte. Tja, wieder was gelernt. Danke, Politiker!

*) was mit AKWs passiert, wenn man ihre Stromzufuhr abstellt, hat man ja in Japan mitbekommen...

Wahlpropaganda

^ v M ><
Neben dem Stimm- und Wahlrechtsausweis hab ich neulich in meinem Briefkasten noch ein zweites Couvert gefunden, das fein säuberlich mit "Wahlpropaganda" angeschrieben war. So viel Ehrlichkeit in der Politik ist heutzutage doch angenehm überraschend.

Killersportverbot

^ v M ><
Na endlich geht es weiter mit der Verbietitis. Still und heimlich hat die luzerner Kantonsregierung eine Standesinitiative zum Verbot von Killersportarten eingereicht. Natürlich waren sich die grossen, renommierten Zeitungen der Schweiz zu schade um darüber zu berichten. Und die kleine Depesche in der 20min ist auch nicht aussagekräftig. Mit etwas Recherche lässt sich dann aber trotzdem herausfinden, wer da dahinter steckt. SVP? CVP? SP? Nein, nicht die Standardverdächtigen, wenn es um Einschränkungen der liberalen Gesellschaftsordnung geht, sondern die Grünen! Gratuliere. Damit hat sich also auch die letzte grössere Partei endgültig unwählbar gemacht. Da muss man sich auch nicht länger wundern oder empören, wenn die Schweiz nur auf Platz 14 von 30 in der Studie der Universität Zürich (!!!) über die besten Demokratien eingestuft wird, wohlgemerkt hinter den USA und Deutschland.

Doch was ist nun das Problem an der Sache? Ist doch OK, wenn sich Leute nicht mehr die Fresse einschlagen dürfen. Leider ist's nicht so einfach. Erstens machen sie das besser im Dojo oder Ring als auf schweizer oder auch münchner Strassen. Zweitens sollen die Verbote Ultimate Fighting und Mixed Martial Arts umfassen. Grad letzteres ist aber überhaupt nicht klar definiert und wird vor allem von Brazilian Jiu-Jitsukas betrieben. Ergo führt ein Verbot von MMA direkt zum Verbot von Brazilian Jiu-Jitsu. Und da ich einem luzerner Katholenbünzli nicht genügend Weltoffenheit und Intelligenz unterstelle, um einen Unterschied zwischen Brazilian Jiu-Jitsu und traditionellem Jiu-Jitsu zu sehen, wird zweiteres wohl bald auch verboten werden. Und damit dann bald auch Judo, Karate, Kickboxen, Muai-Tai, Wing-Tsun, Kempo, Kung-Fu, Aikido... weil schaut ja alles irgendwie ähnlich aus.

Gratuliere, liebe Politiker. Irgendwie versteh ich euch ja. Weil so Killersportarten sind ja nur was für aggressive Männer mit Testosteronüberschuss, die dann zuhause ihre Frau mit der Dienstwaffe bedrohen. Aber damit wollt ihr mir nach den Killerspielen also schon die zweite Freizeitbeschäftigung verbieten. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Heavy-Metal-Verbot. Weil ist ja alles nur brutale Musik. Allerdings lasst euch gesagt sein, liebe Christentaliban aus der Innerschweiz, die bösen, satanischen Rückwärtsbotschaften sind auch in Radio-DRS-kompatibler Musik zu finden. Das beschränkt sich nicht nur auf Metal.

Armee vs Informatik

^ v M ><
Oh ja, noch einer zur besten Armee der Welt:

Ueli will jetzt Millionen bei der Informatik sparen. Wie er das anstellen will, ist mir ein Rätsel. Die Armee hat nämlich bekanntlich keine Informatik! OK, ein paar EAPS (Einzelarbeitsplatzsysteme), d.h. billige Notebooks in einer dicken Transportkiste, aber damit hat es sich dann schon so langsam.

Das derzeitige, inexistente Informatiksystem muss so beschissen sein, dass sie es ja nicht mal schaffen, eine Adressänderung korrekt an alle nötigen Stellen zu kommunizieren. Meinen Sonntagswachthaftbefehl haben die Deppen z.B. an die falsche Adresse geschickt. Im Prinzip sollte ich verneinen, den Wisch je erhalten zu haben.

Und die für das FIS Heer vers(ch)enkten 800 Mio CHF können ja nicht als Investition in die Informatik gelten. Das war lediglich eine versteckte Subvention für unfähige Informatikdienstleister mit guten Beziehungen zu hohen Offizieren. In anderen Ländern würde man ja von Korruption reden...

Nur um mal wieder eins klarzustellen

^ v M ><
Amokläufer sind jung, männlich, Computerspieler und Mitgliedschaft in einem Schützenverein spielt keine Rolle. Gell, Frau Allemann.

Oh, und natürlich hören sie Heavy Metal (d.h. Slipknot und Marilyn Manson... was ich persönlich ja beides eher unter "Lärm" denn "Metal" einstufen würde). Und sofern sie Schweizer sind, benutzen sie ihre Dienstwaffe.

Schweiz, quo vadis (mal wieder)?

^ v M ><
Ich zitiere Artikel 101 Absatz 1 der Verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Jeder Mensch hat das Recht auf Leben. Die Todesstrafe ist verboten.
Eine wertvolle Errungenschaft des Humanismus und unserer Zivilisation.

Aber dass die Schweiz unterdessen von mindestens 50.1% Vollidioten bevölkert ist, wurde ja schon lange festgestellt. Jetzt ist wieder einer von denen auf eine ganz tolle Idee gekommen: Wir brauchen wieder die Todesstrafe! Find ich super. Wirklich. Echt. Weil unsere Justiz ja niemals nie nicht Fehlurteile fällt. Schon gar nicht, wenn das Urteil dann tatsächlich auf Tod lautet.

Übrigens, schon mitbekommen: Drei Unschuldige wurden in den USA abgeschlachtet, weil die Gerichtsmediziner Beweise fälschten. Sowas könnte bei uns natürlich niemals nie nicht passieren! In der Schweiz wird schliesslich sauber und präzise gearbeitet.

Also falls der Schrott tatsächlich durchkommen sollte, müsste ich mir eine Auswanderung in ein zivilisiertes Land wirklich ernsthaft überlegen.

Hier folgt wieder ein Lehrstück in Sachen

^ v M ><
Wie macht man unbequeme Menschen mundtot. Die Sache gilt's wohl weiter zu verfolgen. War ja nur eine Frage der Zeit.

Update: Schweden hat anscheinend einen Fetzen Restunabhängigkeit von den USA wiedergefunden und den Haftbefehl zurückgezogen. Vermutlich war das dieselbe Art "Vergewaltigung" wie bei der Israelin neulich. Kein Wunder, hellblond wie Assange ist, kann man ihn durchaus für einen Schweden halten.

Wird Windows 7 russisch opensourced?

^ v M ><
Komische Welt bei Microsoft. Einen kleinen russischen Softwaretester mit mutmasslichen Verbindungen zum Geheimdienst schafft man aus. Aber dann gibt man quasi im gleichen Atemzug mal den Sourcecode von Windows 7 an den FSB weiter? Das versteh mal einer.

Ob diese Code-Weitergabe wohl Einfluss auf das künftige nationale Betriebssystem von Russland haben wird? Bislang hatte ich ja eher das Gefühl, dass dies einfach eine weitere Linux-Distribution werden soll. Gut möglich, dass es nun ein "Lindows-Reloaded" wird.

Die grösste Gefahr für den Flugverkehr sind die Terroristen

^ v M ><
in den Chefetagen der Fluggesellschaften und Flugzeughersteller. Zumindest ist das meine Erklärung dafür, wieso man zu faul ist, um ein paar Scheiben auszubauen und eine Schraube festzuziehen. Wegen dieser Schraube sind in den letzten 8 Jahren 29 gefährliche Situationen entstanden. Wie viele Terroranschläge in Flugzeugen gab es in dieser Zeit? Und wieviele Massnahmen wurden gegen strukturelle Mängel an Flugzeugwartung und wie viele Placebomethoden gegen die Freiheit der Passagiere unternommen? In Sachen Flugverkehrssicherheit haben offensichtlich nicht nur die Flugzeuge eine Schraube locker...

Neuigkeitsblitz: Löbliche Sprache in diesem Zwischennetztagebuch

^ v M ><
Nachdem das Ministerium für Wahrheit heute ein Dekret zur Reinhaltung der deutschschweizer Sprache vor Verschmutzung durch Anglizismen vorgeschlagen hat, werde ich mich als gesetzestreuer Bürger natürlich sofort daran halten und ab sofort nur noch löbliche deutsche Begriffe anstelle bösartiger angelsächsischer Sprachverunstaltungen benutzen. Dies macht mein Zwischennetztagebuch natürlich gleich viel leserlicher. Insbesondere freue ich mich darauf, in Zukunft rein deutsche Begriffe wie E-Mail-Massenwerbung benutzen zu können.

Jetzt hoffe ich einfach darauf, dass bald der Höchstebenenbereich .netz (punktnetz) eingeführt wird, damit meine Heimseite auch unter einer löblichen Einheitsressourcenangabe gefunden werden kann.



aaaaaargh!



Sagt mal: Zahl ich wirklich meine Steuern für so eine Stierscheisse???