Skip to content

Weltreise FAQ: Ist Singapur teuer?

^ v M ><
Da ich die Frage in den letzten paar Wochen unzählige Male anderen Reisenden beantwortet habe, hier ein paar praktische Tipps, um den Aufenthalt in Singapur auch für's Konto erträglich zu gestalten:

  • Orientierung: Einige Leute waren nur per Taxi unterwegs, um sich nicht zu verirren. Hier hilft es, eine Prepaid SIM-Karte zu besorgen. Zum Zeitpunkt meiner Besuche bot Starhub die besten Tarife, u.a. konnte man auch Datenguthaben für wenige Tage buchen. Statt Taxi würde nun auch Uber funktionieren. Und nun funktioniert die Navigation per Google Maps.
  • Transport: Google Maps kennt auch alle ÖV-Verbindungen, was natürlich wiederum eine Datenverbindung und somit eine SIM-Karte erfordert. Somit kann man sich eine ÖV-Fahrkarte kaufen, etwas Guthaben aufladen und für wenig Geld relativ effizient durch die Stadt reisen.
  • Essen: Statt in teure Restaurants begibt man sich einfach in die Hawker Centre. Dort gibt es sehr hochwertiges Essen jeglicher (asiatischer) Art für kleines Geld. Wer eher auf indisches Essen Lust hat, sollte in den Tekka Centre in Little India gehen, für chinesisch empfehlen sich Chinatown Complex und People's Park in Chinatown.
Viele Attraktionen sind kostenlos, so z.B. der botanische Garten, das Sungei Buloh Wetland Reserve oder einfach ein Spaziergang durch die Stadt.

Von Raja Ampat zurück nach Singapur

^ v M ><
Mangrovenwald
All zu viel Neues ist seit dem letzten Blogeintrag in Raja Ampat nicht passiert, da die Zeit in West Papua Zeiteinheiten gemessen wird, die deutlich gemütlicher ablaufen, als Schweizerische Zeiteinheiten. Weiterhin stand Tauchen auf dem Programm, u.a. mit einem Ausflug zu zwei Wracks von japanischen Kampfflugzeugen aus dem zweiten Weltkrieg, die in 30 bzw 40m Tiefe lagen.

Neues Homestay
Ein nicht ganz wilder Vogel
Später haben wir das Homestay gewechselt, einerseits um einen zweiten Eindruck der Homestays zu bekommen, andererseits bietet das zweite Homestay breiteres Unterhaltungsprogramm wie Kayakfahren oder Vogelbeobachtung. Der Nachteil ist die etwas suboptimalere Lage zu den Tauchplätzen. Da ich aber eine winzig kleine, extrem nervige Wunde am Fuss habe, die nur mühsam heilt (bzw gar nicht, wenn sie dauernd in Salzwasser gehalten wird), lasse ich derzeit die Taucherei und liege bevorzugt mit einem eBook in der Hand im Schatten (was schon schweisstreibend genug ist).

Passage
Typisches Felsinselchen
Ausserdem haben wir eine schöne Ausfahrt zur Passage gemacht. Das ist ein ca 20m breites Stück Meer, welches die Inseln Waigeo und Gam trennt. Aufgrund der starken Strömung wirkt es aber wie ein Fluss. Für Schnorchler und Taucher ist es ein perfekter Ort, da die Korallen bis knapp unter die Wasseroberfläche wachsen und somit in ihren vollen natürlichen Farben bewundert werden können. Daneben gibt es viele kleine Kalkfelseninseln, die im Gegensatz zu Krabi aber alle mit ein paar Bäumen bewachsen sind.

Fischerdorf
Anschliessend war wieder zwei Tage Rückreise nach Singapur angesagt. Erst mit dem kleinen Boot des Homestay nach Waisai, danach schipperten wir wieder mit der grossen Fähre nach Sorong. Der Ticketkauf war hier deutlich einfacher, da es in Waisai ein Verwaltungsgebäude direkt neben dem Hafen gibt. In Sorong fuhren wir dann im "Taxi", einem alten, klapprigen VW-Bus, zu akzeptablem Preis ins Hotel und von dort suchten wir ein Abendessen. Endlich mal etwas anderes als die typische West Papua Diät bestehend aus Reis, Fisch (zu besonderen Anlässen auch Huhn) und Wasserspinat (Morning Glory) oder alternativ Bohnen. Ausserdem viel, viel Zucker und frische Früchte, um den Entzug der letzten zwei Wochen auszugleichen.

Am nächsten Tag stand der Rückflug nach Singapur an, der dann leider etwas mühsamer als geplant wurde. Der erste Flug von Sorong nach Makassar verlief noch ereignislos, aber in Makassar standen wir dann erstmal am Gate, bis pünktlich zum Boarding nach Jakarta aufgerufen wurde. Pünktlich? Nein! Das war nicht unser Flug, sondern ein Flug, der vor drei Stunden hätte fliegen sollen. Unserer war erstmal auf unbekannt, Gerüchten zufolge um 3 Stunden, aufgeschoben, da das Flugzeug wegen schlechtem Wetter noch in Bali oder auf Java stand... Unmöglich, so noch einen Anschluss nach Singapur zu finden. So suchten wir das Ticketoffice von Garuda auf und fragten, ob es möglich sei, uns auf einem der früheren, als nach wie vor pünktlich deklarierten Flüge umzubuchen. Dies beschäftigte nun mehrere Mitarbeiter während fast zwei Stunden, bis wir endlich zwei frische Boardingpässe ausgestellt bekamen - fünf Minuten vor geplantem Abflug der Maschine. Mit einem kleinen Sprint durch den Flughafen erwischten wir den Flug aber noch knapp.
In Jakarta mussten wir allerdings Gepäck abholen, nochmals frisch einchecken, durch die Immigrationskontrolle und schliesslich erneut kurz vor knapp in den Flieger hüpfen. Letztendlich erreichten wir Singapur somit mit nur etwas über zwei Stunden Verspätung, um dann in Niks Appartement direkt in seine Abschiedsparty hineinzustolpern.

Schönes Leben in Singapur
Die folgenden Tage in Singapur waren geprägt von Shopping zum wiederbefüllen der Vorräte sowie viel Essen (alles ausser Reis mit Fisch und Wasserspinat), Niks Abschiedsparties und ein paar Bier. Wir trafen auch einen unserer Divebuddies aus Raja Ampat wieder an, da dieser in Singapur lebt und uns folglich zu den empfehlenswertesten Bierständen des Landes führen konnte.

Als nächste Destination steht Siem Reap in Kambodscha an. Das ist dann das erste Mal, dass ich eine Reisedestination zum zweiten Mal besuche.

Von den Tauchausflügen gibt es hoffentlich später noch ein paar schöne Bilder. Einer unserer Divebuddies hat mir seine Unterwasserkamera geliehen, leider nutzte diese ein Speicherkartenformat, wofür kein Lesegerät vorhanden war. Aber er hat mir versprochen, die besten Fotos zukommen zu lassen!

Singapur Reloaded

^ v M ><
Von Krabi bin ich erfolgreich wieder nach Singapur zurückgekehrt, wo der erste Tag vor allem aus aufräumen, ausmisten, putzen, waschen und neu ausstatten bestand. Für den Abend beschloss ich, nach Krabi bereits mit Bond-Fieber angesteckt, ein Kino aufzusuchen und mir den neuen Film zu gönnen. Gemäss Google soll Plaza Singapura wohl *das* Kino in der Stadt sein, und praktischerweise ist es auch nicht weit von meiner Unterkunft entfernt. Der Film gefällt mir vor allem durch seine Kritik am allüberwachenden Machtapparat der modernen SIGINT-Geheimdienste.

Orchard Road at Night
Für den Sonntag war wieder Sightseeing angesagt, und dieses Mal gab es auch was zu sehen, denn der Haze ist unterdessen verschwunden, da es Indonesien doch tatsächlich fertig gebracht hat, die Waldbrände zu löschen. Dafür wurde der Haze durch ein nicht minderes Übel ersetzt, unterdessen weihnachtet es im laizistischen Staate doch sehr. Die Orchard Road sieht aus wie ein horizontaler Weinachtsbaum und in allen Shoppingmalls wird man mit weichgespülten Popversionen von Weihnachtsliedern gefoltert. Die Orchard Road ist quasi das äquivalent zur Zürcher Bahnhofstrasse, der Unterschied besteht darin, dass die Orchard Road in einem Nightclub (ohne Blackjack, mit Nutten) und die Bahnhofstrasse in Banken (mit Blackjack, vermutlich ohne Nutten) endet.

Essensparadies: Hawker Court
Tags darauf sollte ich eigentlich Sebastian in Empfang nehmen, der mich die nächsten Wochen begleiten wird, doch dessen Reise war etwas umständlich. Erst streikte Lufthansa als Zubringer, danach wurde sein Flug von Europa nach Singapur in Sri Lanka gegroundet, da die Inder beschlossen haben, mit Raketen wie wild im zivilen Luftraum rumzuballern. Direkt nach dem Abendessen kam dann doch noch ein Anruf, dass Sebastian sicher gelandet sei.

Na also: kein Haze!
Am nächsten Tag konnte ich meine unterdessen erworbenen Kenntnisse von Singapur nutzen, um Sebastian einen kurzüberblick zu geben, der jedoch v.a. von Shopping geprägt war. Das passt eigentlich, denn Singapur ist in kürzester Zusammenfassung einfach ein riesiges Shoppingcenter. So begaben wir uns auf der Suche nach permethrinhaltigen Mückenschutzmitteln für Sebastians Kleidung in diverse Shopping Malls, das Highlight davon war sicher Mustafa's: Ein gewaltiger Bazar mit dichtgedrängten Regalen, die grad noch knapp Platz für schlankgebaute Kunden lassen. Dafür kann man dort alles erwerben (ausser Permethrin...).

Am Abend begaben wir uns Richtung Flughafen und nächstem Abenteuer: Raja Ampat.

Singapur

^ v M ><
Marina Bay Sands - The Ship - im Haze. Hoffentlich wurde ein Nebelhorn installiert :-)
Vorgestern bin ich in Singapur eingetroffen, wo derzeit dichter Haze (Rauchschleier) herrscht, da auf Sumatra die Wälder abgebrannt werden. Nichts desto trotz bin ich mit Atemmaske ausgestattet durch die Stadt gezogen, um dann am Abend noch die letzten Energiereserven mit Martial Arts Training aus den Beinen zu jagen. Während gestern lockeres Stöckeschwingen bei Arnis angesagt war, steht heute Abend Brazilian Jiu Jitsu auf dem Programm... und morgen darf ich dann um 6 aufstehen, für die Weiterfahrt nach Kuala Lumpur.

Klassisch: Der Schwanensee im botanischen Garten
Tja, aufgrund der schlechten Luft sind Outdoor-Aktivitäten derzeit nicht so vergnüglich, dennoch bietet Singapur tolle Parks und Naturschutzgebiete. Diese haben den Vorteil, dass man wegen vieler Bäume und nochmals gesteigerter Luftfeuchtigkeit den Haze nicht so sehr wahrnimmt. Daher war ich gestern im botanischen Garten, der u.a. einen sehr interessanten Themengarten zu Ingwer und Verwandten wie z.B. Kurkuma und Bananen bietet. Ja richtig, Bananen sind eigentlich Ingwerpflanzen...

Heute war ich im Sungei Buloh Wetland Reserve etwas ausserhalb, ein vor allem bei Vogelkundlern sehr beliebtes Gebiet. Die schreckhaften Vögel fotografieren ist mir leider nicht so gut gelungen, dafür sind mir Schmetterlinge, Krabben, Mudhopper, Eichhörnchen, Warane und sogar ein Krokodil vor die Linse geraten.
Eichhörnchen
Waran
Krokodil

Soweit meine ersten Eindrücke von Singapur, hoffentlich hat sich der Haze gelichtet, wenn ich in wenigen Wochen zurückkomme.