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Zwang hab ich ja besonders gerne

^ v M ><
Telefonumfragen jetzt obligatorisch und bussenbewehrt.

Arschlöcher!

Aber mich bezahlen die nicht für MEINEN Zeitaufwand? Im Gegenteil, ich darf den Scheiss sogar noch über meine Steuern bezahlen? Na Danke.

Nachtrag: Da bleibt nur zu hoffen, dass die UNO auf Herrn Ghadaffis durchaus vernünftigen Vorschlag eingehen wird, die Schweiz auf ihre Nachbarländer aufzuteilen. Schlimmer kann's ja ehkaum werden.

Ich wurde auserwählt

^ v M ><
Heute ist wieder mal ein Brief mit Schweizerkreuzchen ins Haus geflattert. Wie üblich verheisst das nichts gutes. Normalerweise verheisst das Militär, dieses Mal ist's jedoch was anderes, Abwechslung macht schliesslich das Leben süss. Und zwar wurde ich auserwählt für eine Umfrage mit dem Decknamen SAKE. Nichts gegen Sake, aber dann bitte aus einem Glas, idealerweise nach einem anständigen Wok-Menü. Bei diesem SAKE geht's aber um die "Schweizerische Arbeitskräfteerhebung". Vorgenommen wird das von einem komischen Marktforschungsinistitut (so wie's ausschaut wohl privatwirtschaftlich), in Auftrag gegeben vom Ministerium für Wahrheit... äh Bundesamt für Statistik.

Selbstverständlich wird der Datenschutz eingehalten bla bla bla, die Daten nur zu statistischen Zwecken benutzt bla bla bla... Joa selbstverständlich! Und der Weihnachtsmann krault grad die Ohren des Osterhasen. Durchgeführt wird das über vier (!!!) telefonische Interviews. Da muss ich mir doch grad überlegen, wie ich denen möglichst renitent antworten werde. Vielleicht hilft mir ja dieses Formular weiter.

Na mal sehen was diese Stasitiker [sic!] denn genau fragen wollen. Und zu welchem absolut unpassenden Zeitpunkt sie anrufen werden.

Die erste Selbstgepflanzte!

^ v M ><
Na endlich, die erste selbst gezüchtete Chilischote ist reif! Natürlich wurde die sofort geerntet und zusammen mit den Zucchettis und Tomaten aus Grossmutters Garten zu einem leckeren Ratatouille verkocht.

Scheissalpino

^ v M ><
Es ist jedes Mal so: Kaum sollte ich eine Zugverbindung nehmen, die von einem Scheissalpino "bedient" werden soll, fällt der Zug aus, hat eine abartige Verspätung oder sonst irgend eine Macke.

Mein Vorschlag: Verschenken wir diese rollenden Schrotthaufen an die Betreiberin der Berliner S-Bahn und kaufen dafür anständiges Rollmaterial. Davon profitieren alle: Die Berliner haben wenigstens wieder Züge auf den Schienen stehen (auch wenn das alles ist, aber immerhin entgleisen die Dinger dann nicht gleich) und in der Schweiz gibt's wieder brauchbare Zugverbindungen.

Immer wieder was Neues

^ v M ><
Die Musikmafia lässt sich auch immer wieder was Neues einfallen, um die User zu schikanieren. Heute hat mir mein Mediaplayer z.B. folgende Meldung präsentiert:
Unfortunately, due to licensing restrictions from some of the major music publishers we can no longer return lyrics through the LyricWiki API (where this application gets some or all of its lyrics).

The lyrics for this song can be found at the following URL:
http://lyricwiki.org/Pretty_Maids:Yellow_Rain

Pretty Maids:Yellow Rain


(Please note: this is not the fault of the developer who created this application, but is a restriction imposed by the music publishers themselves.)

Lyric from LyricWiki


Musikmafia, geht endlich sterben!

Ich frag mich allerdings, wieso ich den Tod von euch unverschämten Gierschlünden auch noch aktiv verzögere durch massenhaften Kauf von CDs, Konzerttickets und Merchandise *argh*

Horizonterweiterung

^ v M ><
Nachdem mein 17" TFT nun doch endgültig den Geist aufgegeben hat (draufschlagen vorm Einschalten hat zuletzt nur noch ein Bild für 10 Minuten pro Tag bewirkt), habe ich als Ersatz ein schönes 24" Gerät gekauft. Damit hat sich mein Horizont doch glatt um 7" erweitert. Sehr hübsch, soweit gefällt mir das Gerät. Höhenverstellbar, 1920x1200 fehlerfreie Pixel, alle nötigen Eingänge (auch wenn ich mich Frage, wie so eine Auflösung über VGA angesteuert werden soll), soweit ein klares Bild. Scheint eine gute Investition gewesen zu sein, jetzt sollte er nur länger als 37.5 Monate funktionieren.

Bei dieser Gelegenheit habe ich auch grad mein ältestes noch in Betrieb befindliches Gerät getauscht: Meinen uralten USB 1.1 Hub. Seit einiger Zeit hat er den Bootvorgang verzögert und den Kernel zu vielen Meldungen der Art "hub 2-3:1.0: Cannot enable port 5. Maybe the USB cable is bad?" bewegt. Jetzt werkelt ein schnellerer USB 2.0 Hub an seiner Stelle, was den grossen Vorteil hat, dass ich mich für USB-Sticks nicht mehr zu den Frontbuchsen des PCs strecken muss.

Huch, die Post ist ja kundenfreundlich!

^ v M ><
Wenn ich schon immer darüber meckere, dass die Post meine militärischen Sendungen nicht zufriedenstellend befördert, so muss ich sie wenigstens dann loben, wenn sie bei meinen privaten Sendungen sehr kulant und extrem kundenfreundlich reagiert:

Neulich hab ich einen Paket verschickt. Ich habe es am Schalter aufgegeben, es wurde frankiert, ich habe das Porto bezahlt und gedacht, dass die Sache somit gut sei. Später hat sich der Empfänger gemeldet, dass er CHF 6.- Porto beim Empfang bezahlen musste. Ich hab gestern die Post angerufen und die Situation geschildert. Die Dame am Kundendienst hat mir als Entschädigung das Porto zurückzahlen lassen. Schon heute Morgen habe ich tatsächlich einen entsprechenden Betrag in Briefmarken im Briefkasten gefunden, mit handgeschriebener Grussnote der Bearbeiterin.

Das ist doch wirklich Klasse!

Happy Birthday: Ode an den Raubgesang

^ v M ><
Hier mal ein anschauliches Beispiel über die krankhafte Perversion unserer aktuellen Urheberrechtsgesetzgebung. Diese sieht nämlich vor, dass ein Werk bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers urheberrechtlich geschützt bleibt. Dies hat zur Konsequenz, dass man bekannte Lieder eigentlich gar nicht singen dürfte.

Als Beispiel, wieso das bescheuert ist, ziehe ich jetzt mal das allseits bekannte Liedchen "Happy Birthday" heran, dessen Neuinterpretation auf kaum einer Geburtstagsfeier fehlt. Geschrieben wurde das gute Stück gemäss Wikipedia 1893, die Co-Komponistin ist 1946 verstorben. Somit geniesst diese unterdessen satte 116 Jahre alte Komposition weiterhin urheberrechtlichen Schutz, welcher bei uns erst 2016, also nach 123 Jahren, auslaufen wird.

Somit ist es hier noch für die nächsten 7 Jahre ein krasser Urheberrechtsverstoss (Raubsingen!!!), wenn man das Lied öffentlich aufführt. Natürlich könnte man sich nun überlegen, nach der nächsten Geburtstagsfeier der SUISA ein Meldeformular zu senden und anzufragen, was denn die einmalige nichtkommerzielle Verwertung und Aufführung vor ca 40 unfreiwilligen Zuhörern (geschätzte durchschnittliche Belegung einer Bar) denn so kosten würde. Und ob es mehr kostet, wenn man den Text auf englisch, deutsch, französisch und italienisch zum Besten gegeben hat.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist ja, dass der Glückwunschtext letztendlich als Copyrightverletzung entstanden ist! In Australien ist man übrigens schon etwas konsequenter: Da kann man tatsächlich fürs Singen gebüsst werden. Nicht wegen versuchter Körperverletzung, wie man vielleicht hätte erwarten können, nein, tatsächlich wegen raubsingender Copyrightverletzung!

Der Staat will wieder schnüffeln

^ v M ><
Da werden doch Erinnerungen an die Kindheit wach: Die Mauer ist gefallen, die DDR-Stasi-Archive wurden geöffnet... und in den ach so guten und freien westlichen Ländern wie der Schweiz hat man festgestellt: Hey, unsere Geheimdienste waren ja gar nicht besser! Auch hierzulande wurde geschnüffelt bis die Nasenscheidewände kollabiert sind.

Und nun kommen also unsere EJPD-Heinis wieder daher und wollen wieder schnüffeln. Na gut. Sachliche Kritik nutzt bei den merkbefreiten Politikern eh nichts. Nehmen wir's also humoristisch. Ich hab in der Folge in Anlehnung an die deutschen Schäublonen für SSchäuble und Zensursula nun eine Schlumpfone unserer EJPD-Führerin gebastelt. Bitte sehr, steht zur freien Verwendung zur Verfügung:

Wer das Thema bislang verschlafen hat, dem empfehle ich diese perfekt aufbereitete und kommentierte Linksammlung.

So, und was soll ich als nächstes tun? Nen vServer in Holland oder Schweden mieten und all meinen Traffic da drüber laufen lassen? Oder mich lieber gleich in die nächste Klappsmühle einsperren lassen, damit die mich die nächsten 50 Jahre unter Drogen setzen, so dass ich die abstrusen Vorgänge in dieser Welt nicht mehr mitbekomme?

Kaffeedrehscheibe Schweiz

^ v M ><
OK, nun ist mir klar, warum in der Schweiz so ein Kaffeefaschismus herrscht. Schliesslich ist die Schweiz DAS internationale Zentrum für Kaffeehandel.

Dass die Schweiz ein Knotenpunkt des internationalen Drogenhandels ist, war ja schon längst bekannt. Nur dass es so schlimm ist, das sprengt doch alle Vorstellungen...

Über den Schock brauch ich erst mal eine Tasse feinen Grüntee.

Die Schweiz hat jetzt eine Piratenpartei

^ v M ><
Sehr schön, dann muss ich bei der nächsten Parlamentswahl also doch nicht eine leere Freie Liste einwerfen :-)

piraten-partei.ch

Interessanterweise schreibt die NZZ darüber - und das sogar sehr sachlich. Damit hebt sie sich positiv aus der Masse der traditionellen Medien hervor, welche über Piratenparteien schreiben. In Deutschland ist ja Piratenpartei-Bashing voll in Mode (was natürlich erst recht ein Grund für deren Wahl ist).

Leute mit Musikgeschmack

^ v M ><
Nanu, in meiner Nachbarschaft gibt es doch noch Leute mit Musikgeschmack? Jetzt hör ich schon zum dritten Mal diese Woche leise Klänge, die eindeutig nach Journey tönen, aus dem Nachbarshaus. Es ist zwar immer das gleiche Lied, nämlich "Don't Stop Believin'". Aber das ist schon mal ein ganz gewaltiger Fortschritt, insbesondere verglichen mit lauten lateinamerikanischen Rhytmen an Wochenendmorgen, die ich lieber durchschlafen würde.

Bang Your Head

^ v M ><
Langsam aber sicher kommen wir zum Ende der Geschichte. Aber wenn eine gelungene Reise mit einem guten Festival beginnt, kann man sie auch mit einem guten Festival ausklingen lassen. So habe ich mich in Stockholm also statt in den Flieger nach Zürich in den Flieger nach Stuttgart gesetzt. War total langweilig. Obwohl unsere Obrigkeiten ja ständig von der wahnsinnigen Terrorgefahr beten, war kein einziger Terrorist an Bord. Keine Entführung, keine Bomben, einfach nichts. Doof :-P Wesentlich spannender war da die Flugvorbereitung. Wie bekommt man eine komplette, tonnenschwere Campingausrüstung samt Klamotten und was man sonst noch so braucht in einen flugkompatibles Format? Irgendwie unter Rücklassung einiger bis auf weiteres verzichtbarer Gegenstände (welche mir noch nachgeliefert werden! Ein grosses Danke schon im Voraus!) bin ich dann auf eine Packung aus Rucksack und Zelt von 19.5kg sowie "etwas" Handgepäck gekommen.

In Stuttgart begab ich dann erst mal nach Gmünd und besuchte Sarah. Natürlich kochte ich auch meine original schwäbischen Spätzle. Darauf hatte ich schon ziemlich lange einen mordsmässigen Appetit gehabt. Nach einem Tag Stadtbummel setzte ich mich dann in die schwäbische Eisenbahn Richtung Balingen. Da die Bahn ganz entgegen gängiger Klischees pünktlich war, traf ich rechtzeitig zum Auftritt der Youngsters von Kissin' Dynamite ein. Es reichte sogar noch, um vorher mein Gepäck zum Campingplatz zu bringen, wo ich freundlicherweise im Zelt von Freunden schlafen konnte. Nach Kissin' Dynamite war Ex-Manowar-Klampfer Ross The Boss dran, der einen hervorragenden Auftritt hinlegte.

Nach Ross begab ich mich vorerst in den grossen Merchandise-Bereich, anschliessend war etwas Campingplatz angesagt, so dass ich erst wieder zu Lita Ford vor der Bühne stand. Anschliessend lege U.D.O. (Bild) ein Best-Of der wichtigsten Accept-Songs hin. Wenn ich mich nicht verzählt hab, wurden gerade mal 4 U.D.O.-Songs zwischen die Accept-Kracher gestreut. Musikalisch einfach nur perfekt. Als Abschluss des Tages gab es Journey, die hier im Gegensatz zum Sweden Rock Festival bei Dunkelheit spielen durften, so dass es auch etwas Lichtshow gab.

Am nächsten Tag beglückte uns Petrus mit perfektem Festivalwetter, sprich strömendem Regen. In einer kurzen Regenpause schafften wir es auch tatsächlich vom Zelt zum Bus, jedoch beim Ausstieg aus dem Bus vor dem Festivalgelände wurden wir bereits wieder kräftig zugeregnet. Wir begaben uns folglich schnurstracks ins trockene Bierzelt, das Morgens um 9 noch gähnend leer war. So bekamen wir das Morgenprogramm mit Cloven Hoof, Lääz Rockit, Powerwolf, Driver und Warrior zwar nur aus weiter Ferne mit, dafür immerhin wasserfrei. Anschliessend überlegte es sich auch Petrus etwas anders und drehte den Wasserhahn wieder zu, so dass man sich bei idealen Temperaturen vor die Bühne begeben konnte, um den Nachmittag einzuverleiben, welcher von Pink Cream 69 (Bild) begonnen wurde.
Es folgten Hardcore Superstar, Exodus, Y&T bevor der Hauptgrund für meinen Abstecher in Balingen auftrat. Als Co-Headliner waren W.A.S.P. (Bild links) gebucht. Schade war nur, dass das Publikum schon etwas müde war. Leute, wenn Blackie sein Handtuch demonstrativ mit seinem Schweiss tränkt und es danach in die Menge wirft, wird schon etwas Action erwartet, nicht einfach weiter rumstehen und nach vorne glotzen :-) Blackie war übrigens trotzdem hervorragend gelaunt (ist ja keine Selbstverständlichkeit) und nur 10 Minuten zu spät, so dass er doch noch 60 Minuten spielen konnte (was schon fast der vollen W.A.S.P.-Konzertlänge von max. 75 Minuten entspricht). Als Headliner waren Blind Guardian (Bild rechts) angesagt, welche noch ein feines Best-Of spielten.

Damit waren auch meine Ferien zu ende, am nächsten Tag wurde ich nach Hause gefahren und durfte mich erst mal durch einen riesigen Berg Wäsche kämpfen :-)

Kajakfahren in Stockholm

^ v M ><
Nach 9 Tagen Training für die Beine war es an der Zeit, wieder mal was für die Arme zu tun. So suchten wir uns in Stockholm einen guten Verleih für Wassersportgerät und mieteten kurzerhand ein Kajak. Es handelte sich dabei um ein Kajak für zwei Personen, das wir dann vollstopften mit Campingaccessoires, Kleidern und Essen, um dann auf eine weitere Reise zu gehen. Die Leute vom Verleih waren wirklich sehr freundlich. Wir durften das Kanu für die drei Tage nicht nur zum Preis einer Week-End-Rate haben (was wesentlich günstiger als zwei oder sogar drei Einzeltage ist), sie stellten auch noch das ganze Büro auf den Kopf um eine optimale Karte für unsere Route zu finden und gaben uns zuletzt den Inhalt ihres Kaffeewasserkanisters mit. Aus diesem Grund erlaube ich mir an dieser Stelle etwas Schleichwerbung :-)

Mit etwas Übung schafften wir es dann auch mit der Zeit, das Kanu einigermassen auf Kurs zu halten. Das nützte uns aber nicht viel, da wir gleich im ersten Kanal falsch abbogen. Dadurch fuhren wir erst quer durch Stockholm, was aber gar nicht übel war. Stockholm vom Wasser aus zu sehen ist durchaus faszinierend. Da bekommt man Stellen zu Gesicht, die man zu Fuss nicht erreichen kann!

Ob der König wohl Freude gehabt hätte, wenn wir das Zelt in seinem Garten aufgeschlagen hätten? Wir gingen nicht davon aus, daher legten wir in der ersten Nacht doch lieber an einer Halbinsel gegenüber von Schloss Drottningsholm an. Am nächsten Tag paddelten wir weiter bis uns Arme und Rücken schmerzten. So beendeten wir die Reise auf einem Landstück, das von einem markanten Hügel geprägt wurde. Von da oben gab es eine herrliche Aussicht auf Stockholm Leider gab es das einzig ebene Stück Boden erst rund 50m über dem Wasser, so dass wir das Zelt doch lieber auf abschüssigem Gelände aufschlugen. Das führte halt dazu, dass wir alle zwei Stunden aufwachten und wieder einen Meter hochkriechen mussten.

Zuletzt war wieder die Heimfahrt angesagt. Letzendlich absolvierten wir nur eine halb so grosse Strecke wie geplant. Die Vermieter meinten so, ach, 10km pro Stunde schafft Ihr locker... ja, dafür waren wir wohl doch noch zu sehr Anfänger :-) Im Hafenbecken von Stockholm packte uns dann aber doch noch der Ehrgeiz (oder Geschwindigkeitsrausch?) und so versuchten wir noch ein paar Renneinsätze, d.h. paddelten so schnell wie wir konnten. DAS ging dann ordentlich in die Arme.

Vielleicht fragt sich der Leser nun, wieso da im Gegensatz zu den letzten Beiträgen nur Text und keine Bilder sind. Das ist ganz einfach, ich liess meine Kamera lieber im Trockenen. Einerseits wäre es mit dem Zweierkajak durchaus möglich, eine Eskimorolle durchzuführen. Allerdings müsste man dafür die Bewegung koordinieren. Andererseits sei so ein Zweierkajak aber auch praktisch unkenterbar, das hätten bislang nur zwei Instruktoren mal geschafft, weil der eine mal eine Eskimorolle demonstrieren wollte und der andere das nicht so ganz mitbekommen hat. Soweit unser Verleiher. Aber item, Nik hat etwas rumgeklickt, leider hat er mir seine Bilder noch nicht geschickt. Da kommt also noch was hier rein. Vielleicht.

Midsommar

^ v M ><
Weiter geht's mit meinem Reisebericht:

Wieder in Stockholm packten wir erst die in Abisko gekauften Fleischvorräte aus und begannen mit der Zubereitung eines herrlichen Rentierbratens. Dazu gab es Nudeln, Süsskartoffeln und Gemüse. Ausgesprochen lecker! Vor allem nach wochenlangem Entzug richtig gut gekochten Essens (ja, das im Restaurant von Abisko war auch sehr fein, aber halt nicht selbstgekocht)!

Nun wurde es langsam Zeit der Sommersonnenwende, was die Schweden bekanntlich ausgesprochen ausgelassen feiern. Wir bekamen den Tipp, doch nach Sandhamn zu gehen, dort würde am Strand stets die beste Spontanparty in ganz Schweden steigen. Gesagt getan, wir packten unsere Siebensachen (Campingausrüstung, Essen und Alkohol) und begaben uns auf dieses ominöse Partyeiland. Wir fanden zuallererst mal sehr viel Polizei und durchgehend geschlossene Läden, Restaurants und Bars an. Na gut, denn halt direkt zum Strand. Sehr gross ist die Insel nicht, es gibt auch nur einen Strand, also waren wir wohl schon am richtigen Ort. Es hatte grad mal sechs weitere Personen dort. Ganz offensichtlich, eine riiiiiiesige Party... Wir hatten es so halt einfach im kleinen Rahmen gemütlich. Dennoch beschlossen wir, die angeblich noch grössere Party vom nächsten Tag nicht abzuwarten sondern wieder nach Stockholm zurückzukehren. Das schien auch die richtige Entscheidung, denn wir verliessen die Insel mit dem letzten Schiff und damit kamen keine neuen Partycamper an.

So machten wir uns erneut an ein kulinarisches Meisterwerk und verarbeiteten das Elchfleisch zu einem absolut delikaten Gaumenschmaus, der sich durchaus an Kochmeisterschaften in die vorderen Ränge einreihen kann. Dazu gab es selbstgemachte Semmelknödel. Oh was hab ich mich daran überfressen!
Elchfleisch ist noch etwas feiner als Rentierfleisch. Es ist zarter und hat überhaupt keine der negativen Aspekte, welche Wildfleisch haben kann. Es ist also nicht nur als Kebap verarbeitet an Festivals sondern auch in normaler Küche eine exzellente Speise!