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Debian Testing für AMD Strix Halo aufsetzen

^ v M ><
Um eine AMD Strix Halo Grafikkarte für lokale AI-Modelle optimal betreiben zu können, sollten stets die neusten ROCm- und Vulkan-Treiber installiert sein. Generell lautet die Empfehlung "nimm das neuste Ubuntu denn bei Debian ist alles alt", aber das stimmt nur bedingt. In Debian unstable und experimental ist das neue Zeugs durchaus schon drin, aber unstable ist halt wie es der Name schon sagt eine ungünstige Basis. Mit wenigen Befehlen kann man ein Debian Testing durchaus auf brandaktuellen Stand bringen, wenn man den Aufwand nicht scheut.

Zuerst habe ich ein Debian Testing ohne GUI installiert. Darauf wird aufgebaut.

Hier meine /etc/apt/sources.list (ja, noch im alten Format):
deb http://deb.debian.org/debian/ forky main contrib non-free non-free-firmware
deb http://security.debian.org/debian-security forky-security main contrib non-free non-free-firmware
deb http://deb.debian.org/debian/ forky-updates main contrib non-free non-free-firmware
deb http://deb.debian.org/debian/ unstable main contrib non-free non-free-firmware
deb http://deb.debian.org/debian/ experimental main contrib non-free non-free-firmware

Dies würde jedoch automatisch die neusten Pakete ziehen, sprich zuletzt steht man doch mit einem unstable/experimental System da. Pinning verhindert dies, hier die für das weitere Setup nötige /etc/apt/preferences.d/pinning
# Default priority for Testing (the base system)
Package: *
Pin: release a=testing
Pin-Priority: 900

# Default priority for Unstable (Sid)
Package: *
Pin: release a=unstable
Pin-Priority: 50

# Default priority for Experimental
Package: *
Pin: release a=experimental
Pin-Priority: 1

# Specific allowance for vulkan drivers from Testing
Package: mesa-vulkan-drivers libgl1-mesa-dri libglx-mesa0 libegl-mesa0 mesa-vdpau-drivers mesa-va-drivers libgbm1 libgl1-mesa-dri:i386 mesa-vulkan-drivers:i386 libvulkan1 libvulkan1:i386
Pin: release a=unstable
Pin-Priority: 500

# Specific allowance for rocminfo from Experimental
Package: rocm* librocm*
Pin: release a=experimental
Pin-Priority: 400

Nun können die nötigen Treiber und sonstige wichtige Hilfstools installiert werden:
apt update
apt dist-upgrade
apt install -t experimental rocminfo
apt install -t unstable mesa-vulkan-drivers mesa-va-drivers
apt install vim curl mc plocate lm-sensors docker.io docker-compose amd-debug-tools amd-smi python3.14-venv python3.14-pip libatomic1 libquadmath0 firmware-amd-graphics
updatedb

Nach einem Reboot sollte nun ein System mit sehr aktuellem Code bereitstehen. Das Setup enthält zusätzlich ein paar Werkzeuge für Verwaltung und Monitoring (mc, plocate, lm-sensors) und den Betrieb von Docker-Containern sowie Python VirtualEnv Umgebungen.
Nicht aktualisiert habe ich bei der Installation den Linux Kernel, da war in Testing noch die 7.1 drin während 7.2 in Unstable war. Heute ist 7.2 in Testing nachgerückt, ein simples apt update && apt-dist-upgrade && reboot zieht den rein.

Kann man mit Duolingo eine Sprache lernen?

^ v M ><
Meiner Erfahrung nach nicht mit Duolingo oder generell einer Sprachenlernapp alleine. Sinnlos sind sie aber deshalb nicht. Tauglich sein können sie durchaus als Ergänzung zu bestehenden Kursen, Überbrückung zwischen Kursen um die sprachlichen Fähigkeiten zu bewahren oder auch nach Kursen, um selbständig zu repetieren, weiterzulernen oder wieder aufzufrischen.
Im Minimum sollte man zuerst einen Grundkurs in einer Sprachschule belegen, um die Basis zu bilden. Danach kann man langsam weitestgehend selbständig weiter aufbauen. Irgendwann kommt den Punkt, an dem man auch Medien in der Zielsprache konsumieren kann. Ab dann geht es dann zumindest mit dem Verstehen gut vorwärts.
Das Hauptproblem ist für mich primär, dass die Fähigkeit selbständig zu sprechen auf keine Weise gefördert bzw trainiert wird. Ebenfalls (v.a. bei Duolingo) wird nie mit trockener Theorie gelangweilt, sprich es wird nichts erklärt und nur anhand von Beispielen gelernt. Auch sind (je nach Sprache) Dinge unklar übersetzt oder mit irreführenden Beispielen unterlegt. Folglich benötigt man auf jeden Fall eine Bezugsperson mit nativen Kenntnissen der Zielsprache, welche Dinge erklären und korrigieren kann. Selbständiges freies formulieren und sprechen längerer Aussagen kann man ebenfalls nur in einem Dialog mit einer realen Person trainieren. Lediglich die fehlenden Erklärungen kann man sich mit zusätzlichen Lehrmitteln oder Community-Informationen aus dem Internet selbständig zusammentragen.
Ist man in der Lage einen Mentor zu haben, so funktioniert es aber einigermassen gut. Allerdings dauert der Spracherwerb natürlich viel länger als in einem Kurs mit Lehrperson.