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Biometriewahn

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So langsam ergreifen die Parteien die Parole für die Abstimmung über die biometrischen Pässe vom 17. Mai. Unsere demagogischen jederzeit neutralen, objektiven und unparteiischen Medien berichten auch brav darüber. Jedoch immer mit zwei klitzekleinen Detailfehlern: Erstens titeln sie ihre Beiträge jeweils immer zum Thema "Einführung von biometrischen Pässen" bzw der "Nichteinführung von biometrischen Pässen". Das ist leider, leider, leider KREUZFALSCH!!! Die biometrischen Pässe sind nämlich bereits eingeführt worden. Es ist bereits jetzt problemlos möglich, seine Fingerabdruckdaten zentral registrieren zu lassen und diese brav per in alle Welt funkenden Pass zu verteilen. Zweitens kann das nicht so ein zwingendes Kriterium für die Schengenmitgliedschaft sein, wenn die Schengenländer Irland, Grossbritannien und Dänemark kein Obligatorium für biometrische Pässe kennen.

Richtigerweise geht es in der Abstimmung um die "Abschaffung traditioneller, nichtbiometrischer Pässe". Wird nämlich an der Abstimmung der Zwang zu biometrischen Pässen abgelehnt, ändert sich nichts. Dann behält man weiterhin die Wahl zwischen biometrischem und nichtbiometrischem Pass. Wer also "nichts zu verbergen™" hat, darf sich trotzdem den biometrischen Pass holen. Wird hingegen der Zwang zu biometrischen Pässen angenommen, so muss jeder Schweizer einen teuren, unsicheren, ortbaren Pass kaufen und sich wie ein Verbrecher fichieren lassen. Ob er nun in die USA reisen will oder nicht.

Übrigens, liebe Windfähnlipartei (CVP), die ihr ja den Biometriezwang so sehr unterstützt: Ich hab euch noch eine coole Idee für einen Vorstoss nach der Abstimmung. In Mexiko bekommt man jetzt neue Handies nur noch gegen Abgabe eines Fingerabdrucks. Das könnt ihr doch auch in der Schweiz versuchen einzuführen. Damit würdet ihr mir helfen, viel, viel Geld zu sparen. Weil ich dann das Handy wieder abschaffen und Kontakte künftig ganz traditionell mit der analogen Technik Stift und Papier aufnehmen werde. Meine Fingerabdrücke gibt's erst, wenn mir ein Verbrechen untergeschoben wird. Punkt.

Verein zur Etablierung einer Schweizer Teekultur

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Langsam hab ich's echt satt. Andauernd wenn ich mir einen Tee zubereite erfolgt irgendwoher die Frage: "Bist du krank?". Meine kurze Antwort: "Ja, vermutlich psychisch". Die etwas längere: "Das kommt drauf an. Physisch geht's mir gut. Allerdings würde man in einem totalitären System Typen wie mich wegen wegen Verhaltensstörung in einer geschlossenen Anstalt für mental Benachteiligte (ou, political correctness) wegsperren, da sie eine Gefahr für die Gesellschaft und sich selbst darstellen. Wer sich schon gegen harmlose, gesellschaftlich aufoktroierte Verhaltensweisen wie z.B. den allmorgendlichen Zwangskaffee sträubt, nun, von dem geht Gefahr aus. Es könnte durchaus sein, dass er z.B. sich weigert, eine Tibetflagge aus seinem Schaufenster zu entfernen oder nicht gemäss dem Willen von Ex-GröBaZ Christoph Blocher wählen und abstimmen zu gehen. Sowas geht natürlich nicht und muss zu seinem eigenen Schutz und dem Wohle unserer glorreichen Gesellschaft geheilt werden."

Wenn ich denn nach den genaueren Gründen gefragt werde, kann ich auch etwas weniger sarkastisch antworten. Erstens mag ich zwar Produkte mit Mokkaaroma, aber der Geschmack von purem Kaffee sagt mir gar nicht zu. Zweitens vertrage ich Kaffee nicht, anschliessend bin ich ordentlich zugedröhnt. Drittens sehe ich täglich die Koffeinjunkies nach ihrem Fix an der Kaffeemaschine lechzen, dagegen sind andere Drogensüchtige grad noch harmlos. Meine Antwort impliziert es bereits, ich betrachte Kaffee tatsächlich als eine legalisierte Droge mit hohem Suchtpotential. Das reiht sich bei mir nahtlos ein zwischen Alkohl, Tabak und (abgesehen von der Legalität) auch Cannabis.

Daher trinke ich Tee. Der macht zwar auch süchtig, aber nur nach dem Trinkgenuss :-) Tee ist ausserdem sehr gesund. Er stärkt dank des teilweise hohen Fluorgehalts die Zähne. Er neutralisiert den PH-Wert des Körpers, wodurch er den in unseren Breiten hohen Säuregehalt der Nahrung ausgleicht. Dies erhält u.a. die Knochenmasse und beugt Osteoporose vor (ja meine Damen, Sie sind angesprochen). Er enthält viele Antioxydanzien, die vor Krebs schützen. Folglich ist es zwingend notwendig, der Schweiz den harmlosen Genuss guten, gesunden Tees nahezubringen, bis wir in einem Zug mit England, Friesland, Indien, China und Japan genannt werden.

Die Zwecke und Ziele meines hiermit ausgerufenen Vereins lassen sich folgendermassen formulieren:
  • Entwicklung eines typisch schweizerischen Teerituals
  • Einführung von Tee als Nationalgetränk
  • Nationales und später internationales Verbot der Klassenfeinde Kaffee (zu hohes Suchtpotential) und Schoggimilch (zu zucker- und fetthaltig für unsere Übergewichtsgesellschaft)
  • Entwicklung und Anbau einer zentraleuropäischen Teesorte (die Klimaerwärmung arbeitet für uns).

Die Definition von Tee ist folgende:
  • Tee kommt vom Teestrauch. Da gibt es kein wenn und aber.
  • Schwarzer Tee, grüner Tee, weisser Tee etc sind folglich Tee.
  • Maté und Rooibos sind kein Tee sondern Extrakte (aber trotzdem gut).
  • Pfefferminze, Lindenblüte, Salbei etc pp sind kein Tee sondern Extrakte von Heilkräutern (aber trotzdem gut).
  • Beuteltee ist kein Tee sondern Abfall. Das taugt nur im extremsten Notfall, wenn absolut keine Möglichkeit für einen anständigen Tee gegeben ist.

Ich habe gesprochen.

Krieg ist schlecht...

^ v M ><
... das ist eine allgemein bekannte Tatsache. Hier nun die Gründe des gelangweilten schweizer WK-Soldaten:
  • Krieg nix zu tun.
  • Krieg nix gutes zu essen (diese Woche war's wesentlich schlechter als letzte Woche).
  • Krieg zu wenig Schlaf.
  • Krieg in der unterheizten Kaserne noch eine Erkältung.
  • Krieg zu wenig Sold für den ganzen Scheiss
  • ...

Tischgebet des WK-Soldaten

^ v M ><
Komm, Ueli Muurer, und sehe, was zu uns bescheret hast...

Na ja, eigentlich hab ich ja nicht viel Grund, mich übers Essen zu beschweren. Die Quantität stimmt und die Qualität ist auch ganz passabel. Lediglich am Montag war's unmöglich zu sagen, ob das nun noch als Rösti oder schon als Kartoffelstock durchgeht und der Fleischvogel vom Mittwoch war auch eher grenzwertig. Aber grad seit Donnerstag war's schon fast Gault-Millau-verdächtig. Einzige Ausnahme bildet das Gemüse, in 5 Tagen 4 mal etwas, das ich ums verrecken nicht leiden kann. Es gibt genau 5 Gemüse, die ich nicht essen kann: Blumenkohl, Broccoli, Kohlrüben, Kohlrabi und grüne Bohnen. Wobei mir letztere wesentlich sympathischer sind als das ganze Kohlzeugs. Im Menüplan waren die Kohlrabi glücklicherweise nicht vertreten.

Aber selbst die beiden Fehltritte vom Montag und Mittwoch waren qualitativ kein Vergleich zum Frass zu meinen RS-Zeiten. Ich hock ja in einer Kaserne und leiste Unterstützung für eine RS. Daher kann ich ganz klar sagen: Das heutige Rekrutendasein ist im Vergleich zu meinem total Schoggi (das Essen ist nur einer von vielen Punkten, welche sich bei der Sklavenhaltung verbessert haben). Und mit solchen Waschlappen wollen wir also die beste Armee der Welt bilden, Herr Muurer???

Früher (als ich noch jung und ALLES besser war), da gab's üblicherweise folgende Menüvarianten im Round-Robin-Verfahren:
  • Johnny, eine Notration aus der Büchse. 50 Jahre lang eingelagert. Einheitlicher Geschmack und Konsistenz in allen Komponenten. Das war auch das einzige zarte Fleisch.
  • Als Kartoffeln bezeichnete, gewürfelte Kohlrüben, dazu "Fleisch", sprich ein Knochen mit etwas Fett und Knorpeln.
  • Militär-Cordon-Bleu, also etwas ranziger Schmelzkäse zwischen zwei Scheiben "gstampfter Jud" (Büchsenwurst aus Fleisch, das qualitativ nicht geeignet war für Hundefutter), wobei letzteres genau so übel schmeckt wie die Bezeichnung politisch inkorrekt ist.
Und natürlich gab's für jeden nur eine etwas knappe Portion. Wer hinten in der Reihe stand, war glücklich genug nichts mehr abzukriegen und musste sich aus Fresspäckli zu bedienen (denn irgend eine Möglichkeit Essen sonstwo einzukaufen gab es nicht). Das war eben noch Abhärtung, da wurde man alleine beim Essen so zäh wie ein Grenadier. Oder wie die servierten Schnitzel.

Gegen den Kater

^ v M ><
Heute ist Silvester - oft ein weiterer willkommener Grund für ordentlichen Alkoholkonsum. Blöd nur, dass der am nächsten Morgen eine unangenehme Nebenwirkung hat. Ich hab daher mal alle meine Tricks gegen den Kater zusammengestellt. Dabei gelten folgende Grundregeln:
  1. Vorbereiten

  2. In der richtigen Menge konsumieren

  3. Am richtigen Ort konsumieren

  4. In der richtigen Reihenfolge konsumieren

  5. Den richtigen Alkohol konsumieren

  6. Richtig schlafen

  7. Entkatern


Nichts geht über die Vorbereitung! Schon vorher genügend Wasser trinken und sich einen Boden schaffen ist richtig wichtig. Fettiges, also z.B. Käse, ist eine ausgezeichnete Basis. Vorbereitet rangehen ist die erste Regel.

Die richtige Menge in Bezug auf Kater ist ganz klar so klein wie möglich. Denn nur wenn wenig Alkohol getrunken wird, entstehen wenige Abbaustoffe und der Körper wird wenig dehydriert. Die zweite Grundregel lautet also: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Zigarettenrauch vertrag ich überhaupt nicht. Das verstärkt den Kater, im schlimmsten Fall bekomme ich ohne einen Tropfen Alkohol schon einen Kater (bzw Kopfweh), wenn ich zu lange im Rauch sitze (danke liebes Stimmvolk für die Annahme der Rauchverbote!). Ideal sind also Orte unter freiem Himmel oder Nichtraucherlokale sowie zuhause, wo man den Rauchern einen (Tür)riegel vorschieben kann. Eine gute Umgebung, das ist eine weitere Regel.

Bei der richtigen Reihenfolge kann man sich auf das alte Sprichwort "Wein auf Bier, das rat ich dir. Bier auf Wein, das lass sein" verlassen. Von schwächeren sollte man nur zu stärkeren Getränken wechseln, aber nicht wieder zurück. Ausserdem sollten möglichst wenige unterschiedliche Alkoholsorten getrunken werden. Alkoholfreies kann jederzeit dazwischen getrunken werden. Als nächste Regel halten wir also fest: Nur stärker, nie schwächer werden. Möglichst beim gleichen Alkohol bleiben.

Der richtige Alkohol ist entweder tiefprozentig oder klar. Bier gibt relativ wenig Kater. Klare Schnäpse auch nicht, der Wodka als quasi purer Alkohol ist klarer Favorit. Weisswein ist oft geschwefelt, das ist böse. Zucker beschleunigt die Aufnahme und Koffein verlangsamt den Abbau, beides ist schlecht. Wobei da jeder seinen eigenen Alkohole finden muss. Was bei mir gar nicht geht ist Rum, da bekomme ich immer Kater. Wird wohl nichts mit meiner Piratenkarriere... Die daraus gefolgerte Regel ist also, Bier oder Wodka zu konsumieren.

Der richtige Schlaf ist ganz entscheidend. Erst muss die Nacht vorbereitet werden. Vor dem Schlafengehen sollte noch mindestens ein halber Liter reines Wasser getrunken werden. Mein Geheimtipp: dazu eine Calcium-Brausetablette bewirkt wahre Wunder. Allerdings sollte man nicht so viel trinken, dass es einem ab der grossen Wassermenge schlecht wird. Dann ist nix mit schlafen. Ebenfalls wichtig ist gute Luft. Idealerweise lässt man also das Fenster offen. Abschliessend sorgt langer und tiefer Schlaf für einen Alkoholabbau, ohne dass man was davon mitbekommt.

Ergibt sich trotz allem ein Kater, muss sauber entkatert werden. Als erstes sollte genügend getrunken werden, das hilft schon ganz gut. Wasser ist gut, Orangensaft führt Vitamine und Zucker zu, Grüntee enthält Antioxydanzien (kann auf der anderen Seite aber wieder dehydrieren). Zähneputzen entfernt den pelzigen Geschmack aus dem Mund, das ist Gold wert. Wenn es der Magen zulässt, sollte man etwas essen, ideal mit Proteinen, Fleisch oder Milchprodukte machen sich also gut. Ebenso ist Salziges wie eine Suppe geeignet. Gemüse oder Früchte sind leichte Kost und enthalten viel Vitamine und Wasser. Duschen aktiviert den Kreislauf, entfernt den Alkoholgestank und rehydriert. Ebenfalls ist Sport gut, das aktiviert den Kreislauf noch stärker und entsorgt übers Schwitzen auch Abbauprodukte. Folglich muss man erst als Ultima Ratio zur Chemiekeule greifen und sich ein Aspirin antun.

Schlange stehen

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Kürzlich hat sich schon Roman gefragt, wieso man eigentlich immer in der längsten Schlange steht. Nun, das lässt sich ganz klar mit Murphy's Law beantworten.

Mir ist allerdings noch eine weitergehende Variante davon aufgefallen:
1. Wieso bilden sich Schlangen immer erst dann, wenn ich auf eine Ressource zugreifen will?
Und 2. Wieso bleibe ich der letzte in der Schlange, ergo wieso stellt sich hinter mir niemand weiteres an?

Zum Beispiel neulich brauchte ich Geld, also ging ich zum Bankomaten. Der war völlig frei, ich nähere mich, schon macht's "Schwupps" und fünf Leute stellen sich vor mir hin. Nach 15 Minuten warten und geduldig zuschauen, wie die Leute ewig an dem Ding rumspielen, als ob sie am Bankomatenschirm Solitär spielen würden, darf ich dann auch. Und nach mir will irgendwie keiner mehr. Und das ist mir in letzter Zeit doch mehr als nur ein Mal passiert.

So langsam komme ich mir vor wie im Film "die Truman Show". Kaum nähere ich mich einer Ressource, schon wird durch die unsichtbare Regie eine Gruppe Schauspieler hingeschickt, damit ich möglichst lange anstehen muss: "Achtung er kommt. Nähert sich vermutlich Bankomat X. Timing ist jetzt ganz wichtig. Er schaut zufrieden aus, weil er keine Schlange sieht. Jetzt betritt er den kritischen Bereich. Bereithalten... noch warten... Jeeeeetzt, Schlange bilden! Sehr gut Leute, das Grinsen ist aus seinem Gesicht raus, jetzt haltet ihn einfach noch etwas hin."

Whole LOTTO Rosie

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Das war ja eine regelrechte Lotterie beim Verkauf der AC/DC-Tickets. Und wie üblich hatte ich natürlich kein Glück im Spiel. Vielleicht braucht der Ticketcorner einen guten Admin, der ihnen eine performantere Serverlösung basteln kann (hey... ich such ja bald nen Job...). Die Seite war nämlich von 7:15 (mein erster Versuch) bis etwa 11:00 schlicht nicht erreichbar. Gemäss dem, was ich von Leuten gehört hab, die's über die Hotline versucht haben, ging auch dort nicht mehr.

Trotz der doch recht heftigen Beschränkung auf zwei Tickets pro Kreditkarte wurden aber doch zu viele Karten an raffgierige Arschlöcher (ja, anders kann man das nicht mehr ausdrücken... oder doch? Contest: übelstes Schimpfwort gesucht!) verscherbelt, denn unterdessen gibt's bei den bekannten Online-Auktionshäusern schon Karten zu Preisen von 600.- pro Stück. Also locker das sechsfache des Originalpreises. Mein Vorschlag: Die Verkäufer am Laternenpfahl beim Dorfpflatz aufknüpfen. Aber an den Eiern.

Rauchfrei!

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Na endlich. Basel und Zürich sind ab sofort rauchfrei. Da kann man also endlich in den Ausgang gehen, ohne anschliessend die Kleider intensiv waschen zu müssen und sich Atemwegsprobleme einzufangen.

Ein Hoch auf's Basler und Zürcher Stimmvolk!

Es ist schon klar, dass wir Kameras brauchen...

^ v M ><
... um damit die ewigen Krawalle in Stadien zu unterbinden. Deshalb müssen selbstverständlich sämtliche Stadien mit Kameras ausgerüstet werden, welche die Fans erfassen und identifizieren. Wer also künftig ins Stadion will, muss einen Haufen Personendaten abgeben, biometrische natürlich inklusive.

Anschliessend kann man ganz bestimmt auch wieder Hooligans ohne Billet in den "feindlichen" Familiensektor reinlassen. Aber klar doch. Dank der Kameras kann ja nichts mehr passieren. Und der Staat spart dabei (das ist wichtig!).

Und als nächstes sollte man gegen die bösen, aggressiven Metalfans vorgehen, welche ja sowieso nur zum Saufen und Prügeln an Konzerte gehen. Am besten auch grad alle komplett fichieren. Letztendlich könnten es auch Terroristen sein.

(Uff, hab ich jetzt alle Schlagworte der Überwachungsfaschisten in diesem Beitrag untergebracht oder fehlen noch welche?)

Mein neuer Pass

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Vor kurzem ist meine Identitätskarte abgelaufen. Na gut, wenn schon eine neue her muss, dann vielleicht grad zusammen mit einem Pass, schliesslich kann es gut sein, dass ich bald mal etwas weiter weg in die Ferien möchte.

Hmmm, ich hab die Wahl ob günstiger Pass 03 (der gute bewährte) oder überteuerter Pass 06 (der fernabfragbare, biometrische Schnüffelpass für USA-Fans und Stasi-Sympathisanten). Da fällt die Wahl ja unglaublich schwer. Da demnächst der Schnüffelpass zur Pflicht wird und der normale Pass nicht mehr angeboten wird, habe ich noch kurz vor Torschluss den Pass 03 genommen. Tja, liebe Geheimdienste und wer sonst noch an meinen Fingerabdrücken interessiert ist: Die gibt's erst dann ganz offiziell, wenn ihr mir ein Strafverfahren anhängen könnt. Und damit das so bleibt, habe ich auch meine Unterschrift unter die Freiheitskampagne gegen den Abgabezwang von Fingerabdrücken gesetzt.

Aaaaber, liebe Geheimdienste, ich kann euch dennoch etwas entgegenkommen. Hier gibt's mal einen Fingerabdruck. Ist ja letztendlich egal, von wem der stammt. Ihr könnt ihn aber mit meinem Namen assoziieren. Vielleicht hilft's euch ja, sinnlose Datensammlungen sind doch quasi euer Nervenberuhigungsteelein, nicht wahr?

Etwas schade finde ich aber die Änderungen an der neuen ID. Wo früher mal noch "Schweizer Staatsbürger" (auf die Brust klopf) draufstand, steht jetzt nur noch ganz trocken "Nationalität Schweiz". Ah ja. Ich sehe, worauf es hinausläuft. Bürger, das war mal. Denn der Bürger hat schliesslich Rechte.

Schon wieder WK...

^ v M ><
Kaum aus dem WK raus, schon flattert das nächste Aufgebot rein. Damit hab ich also drei WKs innert 14 Monaten absolviert. Eigentlich war ja mal die Idee dahinter, dass man ein mal pro Jahr, also alle 11 Monate für drei Wochen das Zivilleben hinter sich lässt. Ich darf derzeit alle 6 Monate gehen.

Ich drück meine Meinung dazu jetzt mal ganz militärisch aus: SCHLIIIIIIIIIIIIIIFTS???

Effiziente Verwaltungen

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Kurz nach meinem Umzug habe ich versucht, mich an meinem neuen Wohnort als Wochenaufenthalter anzumelden. Es hat geschlagene 6 Monate gedauert, bis ich einen Brief erhalten habe, dass ich mich innert der nächsten 3 Wochen anmelden soll.

Es geht doch nichts über eine effizient arbeitende Verwaltung :-)

Bitte keine .ch

^ v M ><
Vor einiger Zeit begann die .ch meinen Briefkasten zu verstopfen. Blöd ist nur, wenn man die Morgenzeitung erst am Abend lesen kann, weil sie zu spät geliefert wird. Da ich sowieso die "News" bevorzuge (die scheint von allen Gratiszeitungen noch das meiste Niwoh zu besitzen), ist die .ch sowieso uninteressant für mich. Also hab ich einen Zettel an den Briefkasten gehängt, worauf steht, dass man mir bitte keine Zeitung hineinstopfen soll. Und siehe da: Es hat sogar funktioniert! Jetzt hängt an praktisch jedem Briefkasten vor unserem Haus ein ähnlicher Zettel. Mist, die Idee hätt ich patentieren sollen :-)

Im Gegensatz zu den .ch-Lieferanten können die Spammer eines guten Dutzend lokaler Pizzerien dafür nicht lesen. Vielleicht sollte ich dagegen einen etwas schärferen Spamfilter installieren. Eine Selbstschussanlage wär eigentlich ganz cool. Nur: Wie bring ich die dazu, zwischen Amazon-Päckchen und Ansichtskarten auf der einen, sowie Rechnungen und Werbung auf der anderen Seite zu unterscheiden? Also doch nicht sooo cool.

Europameisterschaftsvorfreude

^ v M ><
Oh welch Vorfreude! Aktuell kringle ich mich am Boden vor Lachen. Einfach köstlich, was sich unsere allerheiligen Euro-Verantwortlichen diesmal wieder nettes ausgedacht haben:

Gemäss Tagesanzeiger darf man sich in den Fanzonen nur mit offiziell zugelassener Kleidung blicken lassen. Sehr schön. Ich liebe Kleiderzwang. Was denken sich unsere Volksvertreter[1] denn wohl als nächstes für uns aus? Freie Meinungsbildung 2.0, aber bitte nur, wenn diese Meinung zugelassen wurde von unseren... nun, nennen wir sie mal "Sponsoren"?

Zum Glück bin ich während diesem rechtsstaatlichen Trauerspiel[2] weit, weit weg. An einem Ort, wo freie Kleiderwahl herrscht. Man stelle sich mal vor, am Sweden Rock Festival würde man die Leute rausschmeissen, weil von den 28'000 Besuchern 5'000 Leute ein T-Shirt vom Wacken Open Air tragen.


An dieser Stelle mein kurzer EM-Ausblick, dann muss ich nicht einen eigenen Eintrag dafür verschwenden. Sich einmal zu dem Müll äussern reicht mir eigentlich:
Eröffnungsspiel, die Schweiz wird von den Tschechen 1:5 deklassiert. Danach Kellerderby gegen die Türken, welche unglücklich mit 1:0 gegen Portugal federn lassen mussten. Die Schweiz gleicht in der 91. Minute dank ungerechtfertigtem Penalty aus, anschliessend gibt's hübsche Krawalle auf und neben dem Spielfeld. Hooligans aller Nationen klopfen sich und randalieren. Unter drastisch verschärften Sicherheitsmassnahmen bekommt die Schweiz von Portugal noch eine weitere Ohrfeige. Aber das grösste Desaster wird sein, dass die Österreicher im EM-Ranking vor der Schweiz klassiert sein werden. Und zuletzt wird Deutschland natürlich wieder Europameister. Leider werd ich letzteres, Militär sei undank, von der Schweiz aus erleben müssen. Immerhin bin ich ja dann in einer Kaserne interniert, da muss ich mich nicht von zürcher Sicherheitskräften schikanieren lassen.




ad [1]: Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen. Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger. Was machen Volksvertreter?
ad [2]: Neben Kleidungszwang gibt es da ja auch noch Überwachung en masse; Verschmelzung von Militär und Polizei, z.B. bei der Überwachung mit militärischen Drohnen; Auslagerung polizeilicher Hoheiten an private Sicherheitsfirmen, etc pp. Schöne neue Welt während und bestimmt auch nach der EM.