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AMD vs Linux... na endlich!

^ v M ><
Kaum zu glauben: Aber mit Treiberversion 11.7 steht nun endlich ein AMD-Treiber zur Verfügung, welcher sich ohne rumgepatche und langen händischen Kompilierorgien out-of-the-box auf Kernel 2.6.38 aus den Debian Backports installieren lässt. Wird ja auch so langsam Zeit, jetzt wo schon bald Kernel 3.1 vor der Türe steht...

AMD, multiple Monitore und Gnome

^ v M ><
Sobald man mehr als zwei Monitore angeschlossen hat, beginnt Gnome bei der Multimonitorfähigkeit zu versagen. Ich habe zwei Monitore zu einem grossen Desktop zusammengefasst (AMD nennt dies in seinen proprietären Treibern BigDesktop) und einen weiteren Monitor separat laufen. Leider maximieren sich Fenster nun über den ganzen Dualscreen statt sich perfekt auf einen Monitor einzupassen. Besonders mühsam ist dies, wenn man ein Video im Vollbildmodus betrachten will. Mit nur zwei angeschlossenen Monitoren passiert dies nicht - selbst wenn diese zu einem grossen Desktop zusammengefasst werden. Interessanterweise sind aber das Hintergrundbild sowie die Panel perfekt an den Monitor angepasst. Da kommt als Verdächtiger folglich rasch der Window Manager, also Metacity in Frage.

Folglich habe ich diesen durch diverse andere Varianten ersetzt. openbox scheitert genau so am Multimonitor und mutter stürzt direkt mit Speicherzugriffsfehler ab. Aber xfwm4 aus Xfce4 funktioniert gemäss Wunsch. Allerdings braucht es dann noch einiges an Tweaking, bevor das ansonsten gewohnte Metacity-Verhalten wiederhergestellt ist (und ein paar sehr nette Komfortfunktionen dazugewonnen wurden).

Zunächst muss xfwm mit ein paar Accessoires installiert, gestartet und konfiguriert werden. Alle Angaben sind wie üblich für Debian und verwandte Systeme:

su
aptitude install xfwm4 xfce4-utils xfce4-settings
exit
xfmw4 --replace &
xfwm4-settings
xfce4-settings-helper

Der xfce4-settings-helper verschwindet sofort im Hintergrund und aktiviert die Tastenkürzel wie z.B. Alt-F2 wieder.

Jetzt stört mich nur noch, dass Fenster auch beim Scrollen mit dem Mausrad Fokus bekommen. Dies lässt sich über den xfce4-settings-editor abstellen, indem man den Wert des Eintrags /xfwm4/raise_with_any_button auf FALSE setzt.

Soweit so einfach. Kommen wir nun zum zeitlich aufwändigsten Teil. Um nun xfwm4 permanent als Standard einzurichten, gibt es unzählige Möglichkeiten. Ich habe nur eine gefunden, die "gefühlt fehlerfrei" funktioniert und diese ist technisch gesehen totaler Blödsinn. Und zwar habe ich in gnome-session-properties zwei neue Starter angelegt. Einer startet /usr/bin/xfwm4 --replace und ein zweiter /usr/bin/xfce4-settings-helper. Das ist natürlich insofern doof, da erst metacity und danach xfwm4 als Ersatz gestartet wird. Dies führt bei mir jedoch zu absolut keiner Startverzögerung, ganz im Gegensatz zu der Variante, eine ~./gnomerc anzulegen und darin die Zeile export WINDOW_MANAGER="/usr/bin/xfwm4" einzufügen. Das Resultat ist ein um 10 Sekunden verzögertet Start von Gnome. Das ist natürlich nicht akzeptabel. Ebenso gibt es die Variante im gconf-editor unter /desktop/gnome/session/required_components den Schlüssel windowmanager von gnome-wm zu xfwm4 zu ändern. Das Resultat hierbei war, dass gar kein Window Manager mehr gestartet wurde. Also noch schlimmer! Tja, und unter Debian gibt's noch die /etc/alternatives/x-window-manager. Diesen Symlink von /usr/bin/metacity auf /usr/bin/xfwm4 zu ändern bringt grad gar nichts, da dieser Symlink auf meinem System von gnome-wm (ist nur ein Shellskript) gar nicht ausgewertet wird.

Somit wär also ein Freitagabend verschwendet, weil Debian Stable ja sooo bugfrei ist.

Ich hasse AMD!!!

^ v M ><
Kann man wirklich sooooooooooo dumm sein???

$ sh ati-driver-installer-10-12-x86.x86_64.run
Created directory fglrx-install.qE5M0i
Verifying archive integrity...Error in MD5 checksums: 48c2e8ce1f504f07a0985afe489b26e3 is different from dfc5d2753d97882b67eb453b85ff8dbc


Zum Glück hat die Karte nur 38.- gekostet. Na ja, nächstes mal wieder nVidia.

Armee vs Informatik

^ v M ><
Oh ja, noch einer zur besten Armee der Welt:

Ueli will jetzt Millionen bei der Informatik sparen. Wie er das anstellen will, ist mir ein Rätsel. Die Armee hat nämlich bekanntlich keine Informatik! OK, ein paar EAPS (Einzelarbeitsplatzsysteme), d.h. billige Notebooks in einer dicken Transportkiste, aber damit hat es sich dann schon so langsam.

Das derzeitige, inexistente Informatiksystem muss so beschissen sein, dass sie es ja nicht mal schaffen, eine Adressänderung korrekt an alle nötigen Stellen zu kommunizieren. Meinen Sonntagswachthaftbefehl haben die Deppen z.B. an die falsche Adresse geschickt. Im Prinzip sollte ich verneinen, den Wisch je erhalten zu haben.

Und die für das FIS Heer vers(ch)enkten 800 Mio CHF können ja nicht als Investition in die Informatik gelten. Das war lediglich eine versteckte Subvention für unfähige Informatikdienstleister mit guten Beziehungen zu hohen Offizieren. In anderen Ländern würde man ja von Korruption reden...

Backups

^ v M ><
Neulich bin ich mal gefragt worden, wie ich Backups mache. Die Antwort: Mit einem relativ simplen Cron-Skript und rdiff-backup per SSH auf den Fileserver. Das gibt ein schönes inkrementelles Backup, bei dem man beliebig weit zurückgehen kann, allerdings behalte ich nur die Daten der letzten zwei Monate. Rdiff-Backup braucht relativ wenig Rechenleistung, Bandbreite und Speicherplatz und funktioniert auch hervorragend über's Internet. Wird das Cron-Skript häufig genug aufgerufen, emuliert dieses Backup recht gut das Verhalten von Apples Time-Machine. Nachteilig ist lediglich, dass es in meinem Fall ein vom Clienten initiiertes Backup ist. Solange der zu sichernde Rechner die Daten auf den Backup-Server schreibt, ist ein Backup nicht sicher vor Manipulationen. Besser wäre es, wenn der Server vom Clienten lesen würde. Nur bräuchte der Server dann root-Login auf dem Clienten, was auch nicht unbedingt der Sicherheit förderlich ist...

Folgendes muss man auf dem Server einrichten:
  • SSH-User für's Backup
  • Im $HOME/.ssh/authorized_keys die public-SSH-Keys des root-Users der zu sichernden Systeme eintragen (ja, das Backup-Skript wird in der Regel als root laufen, da man z.B. auch /etc sichern will).
  • Im Verzeichnis, welches die Backups enthalten soll, muss für jeden zu sichernden Rechner ein Verzeichnis erstellt werden, das so heisst, wie der Host (zu erfahren durch Eingabe von "hostname" auf dem Client)
  • In diesen Verzeichnissen muss jeweils eine Verzeichnisstruktur erstellt werden, welche der $DIRECTORIES-Variable aus untenstehendem Skript entspricht.
  • Zuletzt chownt man diese gesamte Struktur an den zuerst erstellen SSH-User.

Und so schaut mein Skript aus:
#!/bin/bash

### Settings ###
DIRECTORIES="/etc /home /usr/local/bin"
EXCLUDES="/home/*/.local/share/Trash"
SSHUSER="rdiff-backup"
SSHHOST="192.168.0.1"
REMOTEDIR="/mnt/backup/$(hostname)/"
RDIFF="/usr/bin/rdiff-backup"
RDIFFOPTIONS="ssh -p 2222 %s rdiff-backup --server"
FILEAGE="2M"

NOW=$(date +"%Y-%m-%d")
GZIP="$(which gzip)"
STATUSFILE="/var/tmp/rdiff-backup-status"
LOCKFILE="/var/lock/rdiff-backup-lock"
DUMPDIR="/home/backup"

if [ -e "$LOCKFILE" ]; then
echo "Lockfile exists, quitting..."
exit 255
fi

touch "$LOCKFILE"

### Packages List ###
dpkg --get-selections | $GZIP > $DUMPDIR/dpkg.$NOW.txt.gz
RETVAL=$(($RETVAL + $?))

### File based Backup ###
for DIR in $DIRECTORIES; do
EXCLUDESLIST=""
for EXCLUDE in $EXCLUDES; do
SIZE=$(expr match "$EXCLUDE" "$DIR")
if [ $SIZE -gt 0 ]; then
EXCLUDESLIST="$EXCLUDESLIST --exclude $EXCLUDE"
fi
done
$RDIFF $EXCLUDESLIST --remote-schema "$RDIFFOPTIONS" $DIR $SSHUSER@$SSHHOST::$REMOTEDIR/$DIR
RDIFFRETVAL=$?
RETVAL=$(($RETVAL + $RDIFFRETVAL))
if [ $RDIFFRETVAL = 0 ]; then
$RDIFF --force --remote-schema "$RDIFFOPTIONS" --remove-older-than $FILEAGE $SSHUSER@$SSHHOST::$REMOTEDIR/$DIR
RETVAL=$(($RETVAL + $?))
fi
done

find $DUMPDIR -ctime +7 -exec rm -f '{}' ';'
RETVAL=$(($RETVAL + $?))

echo $RETVAL > "$STATUSFILE"
rm -f "$LOCKFILE"
exit $RETVAL

Was bedeuten nun all die Variablen unter "Settings"?
  • DIRECTORIES: Die zu sichernden Verzeichnisse.
  • EXCLUDES: Nicht zu sichernde Verzeichnisse
  • SSHUSER: Mit welchem User wird per SSH am Server angemeldet
  • SSHHOST: Die Adresse des Backup-Servers. Entweder eine IP oder ein Hostname.
  • REMOTEDIR: Das Basisverzeichnis, worin auf dem Server die Backups gespeichert werden.
  • RDIFF: Pfad zum lokal rdiff-backup Binary
  • RDIFFOPTIONS: Wenn man zusätzliche Optionen angeben will, z.B. einen alternativen SSH-Port. Kann man auch leer lassen
  • FILEAGE: Nach wie vielen Tagen/Monaten/Jahren die Inkremente gelöscht werden sollen

Serverzurückgebastel

^ v M ><
mod_gnutls hab ich wieder durch mod_ssl ersetzen müssen. Grund:
[Tue Aug 17 09:21:32 2010] [notice] Apache/2.2.9 (Debian) mod_gnutls/0.5.1 configured -- resuming normal operations
page 7: illegal page type or format
PANIC: Invalid argument
PANIC: fatal region error detected; run recovery


Und die letzte Zeile wiederholt sich dann, bis das Logfile die Festplattenkapazität gesprengt hat. Dauert bei den paar freien GB auf dem vserver so ca 20 Minuten...

Wird Windows 7 russisch opensourced?

^ v M ><
Komische Welt bei Microsoft. Einen kleinen russischen Softwaretester mit mutmasslichen Verbindungen zum Geheimdienst schafft man aus. Aber dann gibt man quasi im gleichen Atemzug mal den Sourcecode von Windows 7 an den FSB weiter? Das versteh mal einer.

Ob diese Code-Weitergabe wohl Einfluss auf das künftige nationale Betriebssystem von Russland haben wird? Bislang hatte ich ja eher das Gefühl, dass dies einfach eine weitere Linux-Distribution werden soll. Gut möglich, dass es nun ein "Lindows-Reloaded" wird.

Bei allem Gemeckere

^ v M ><
Eins muss man dem Obsthändler lassen: Das Gerät hab ich am Mittwoch Abend abgegeben, Ersatzteile (d.h. ein neues Mainboard) waren damals nicht vor Ort und mussten erst in die Schweiz transportiert werden. Am Montag Morgen bekomm ich in aller Frühe den Anruf, dass das Gerät repariert sei. DAS nenn ich mal prompten Service. Ausserdem wurde wesentlich mehr als nur der bemängelte Schaden behoben, auch die Handballenablage wurde gleich mitrepariert. Da war nach fast drei Jahren Benutzung ein Splitter abgebrochen.

Bei meinem letzten Apfel-Supportfall war das völlig anders. Damals musste ich aber auch zum Servicepartner gehen, weil es zu dem Zeitpunkt noch keine Obstläden in der Schweiz gab. Bei diesem Servicepartner musste ich das gerade mal zwei Monate junge Gerät vier Wochen lang einlagern lassen, um das CD-Laufwerk zu ersetzen. Zum vereinbarten Abholtermin war das Gerät noch nicht fertig. Ausserdem war danach die Verriegelung des Akkus defekt.

Audienz beim Guru

^ v M ><
Vor mir liegt grad ein angebissener Apfel mit akutem Wurmbefall und fauliger Stelle. Genau gesagt ist die Netzwerkschnittstelle defekt. Hardwaremässig defekt. Ich hab ja so minimale Grundkenntnisse in Computertechnik und wage zu behaupten, dass ich sowas relativ präzise bestimmen kann, wenn ich das Gerät in der Hand halte und ausgiebig testen darf.

Nun gut. Garantie ist da ja noch drauf, also kann man das auch einfach in die Reparatur geben. Einfach? Nicht bei amerikanischen Technologiesekten! Mein erster Versuch führte mich am Samstag in Richtung Obstgeschäft im nahegelegenen Einkaufszentrum. Der freundliche Verkäufer meinte dann ganz bestimmt, dass das nicht so einfach ginge, da müsse ich erst um eine Audienz beim nächsten verfügbaren Guru betteln. Der hätte dann um 15:20 gnädigerweise Zeit für mich. Blöd nur, jetzt ist grad 13:00 und zwei Stunden lang hab ich weder Zeit noch Lust rumzustehen. Er meinte dann, ich solle einfach vorher rasch anrufen und einen Termin ausmachen.

Na gut, neuer Versuch. Erst hab ich heute Morgen auf der Homepage nach einer Möglichkeit, einen Reparaturtermin zu vereinbaren gesucht. Das schlug fehl, also hab ich die aufgeführte Telefonnummer angerufen. Immerhin handelt es sich um ein Ortsgespräch, was für mich ohne Kostenfolge ist. Da werde ich zuerst mal ganz frech geduzt: "Wenn DU etwas über das hyperphänomenale-ultimativgeniale-allesübertrumpfende Eipätt wissen willst, dann mache DU einen Handstand und hüpfe DU viermal im Kreis herum." Danach habe ich es tatsächlich geschafft, einen Techniker ans Telefon zu bekommen. Dieser wollte natürlich erst noch ein paar Tests durchführen und kam nach ca 15 Minuten rumbasteln zum Schluss, dass ich das Gerät wohl wirklich am besten mal abgeben würde. Schön. Aaalso, betteln wir um Audienz. z.B. heute Nachmittag um 15:00 (nein, dann muss ich ja gar nicht arbeiten). Oder morgen Abend um 18:40 (hmmm, wie lange dauert das denn? Ach, das wissen Sie nicht... na gut, denn halt um 17:20 *grummel*).

Das hat man nun davon, wenn man sich in die Fänge einer Sekte gibt. Und vermutlich wird das dann 4 Wochen dauern, bis der Kram geflickt ist.

Kein Wunder müssen wir "Killerspiele" verbieten!

^ v M ><
Wenn unser "special friend" Muammar endlich den Jihad gegen die Schweiz beginnt, brauchen wir schliesslich eine Truppe eisenharter, durchgeknallter Klein-Rommels und nicht eine Bande fetter, träger, undisziplinierter Couchpotatoes. Im Gegensatz zu unserer besten Armee der Welt haben die Amis das schon erkannt und stellen nun die Grundausbildung ihrer Armee um. Soviel also zu dem Thema, dass "Killerspiele" eine hervorragende Ausbildung zum Töten wären. Nicht Spiele machen gewaltätig, sondern Politiker die das behaupten!

Wenigstens sind Frau Allemann und eine dubiose, erzkonservative Psychosekte so weitsichtig, die strategische Tragweite von "killerspielenden" Kindern zu erkennen. Welch nette Allianz, das lässt wieder Mal tief in den Filz unserer Volksvertreter blicken. Ich fordere ja schon länger, dass auf dem Bundesplatz eine Guillotine aufgestellt wird, damit unsere Demagogen wieder wissen, wem sie eigentlich zu dienen hätten.

Mein neues Mediacenter

^ v M ><
Ich hab mir als neustes Spielzeug ein Shuttle X50 als Mediacenter gekauft. Dabei handelt es sich um ein All-In-One Gerät, sprich einen Bildschirm, worin schon ein komplettes System integriert ist. Als Clou hat das Ding einen Touchscreen. Mein Plan dahinter: Das soll ohne Maus und Tastatur laufen und nur über den Touchscreen gesteuert werden. Die Wahl fiel auf dieses Gerät und nicht den EeeTop, weil der zweiterer nur schlecht verfügbar ist und die schlechtere CPU verbaut hat. Noch bin ich mit der Konfiguration des Geräts nicht komplett fertig, aber hier mal ein kleiner Bericht:

Die Hardware ist ganz passabel für die Medienwiedergabe geeignet. Der Bildschirm hat 15" und 1388x768 Bildpunkte, was dem billigen "HD Ready" entspricht. Als CPU ist ein Zweikern-Atom verbaut, wodurch die Leistung natürlich stark begrenzt ist. 2GB RAM ist mehr als üppig. Die Festplatte mit 160GB ist übergross, da sowieso alle Daten auf dem Server liegen. Aufgrund ihrer mangelhaften Performance werd ich die auch mal gegen eine SSD austauschen, sobald die Dinger erschwinglich werden. Die Festplatte wird auch ordentlich warm, üblicherweise zwischen 48°C und 53°C. Anschlüsse sind ausreichend vorhanden, zumindest 5x USB, Cardreader, Sound (Line Out, Line In, Mic In), Gigabit-Netzwerk, VGA und WLAN ist alles, was ich an so einem Gerät je brauchen werd. Webcam gibt's auch noch, die läuft auch unter Linux. Bluetooth gibt's nicht, wozu auch? Die mickrigen 2W Boxen sind leider viel zu schwach, bei dem Geflüstere kommt keine Stimmung auf. Das Netzteil ist ein Laptop-Netzteil, leider wurde da nur ein Kabel Schuko-Stecker mitgeliefert (der Händler hat wohl das schweizer Kabel vergessen), so dass ich hier erst einen lokalen 3-Pol-Stecker ranschrauben musste.

Das Gerät ist zum Glück frei von Microsoft-Steuer verfügbar, also kann man da grad auf einer jungfräulichen Festplatte ein Linux nach Wahl installieren. Meine erste Wahl fiel auf Debian, womit leider der Touchscreen nicht in Betrieb zu nehmen war. Ein drücken auf den Monitor liess die Maus entweder unkoordiniert rumschwirren (Lenny) oder bewegte gar nichts (Squeeze/Sid). Also hab ich den krüppligen Koala installiert (daher auch in einem der vorhergehenden Beiträgen der Kommentar zur nervigen USB-Startmedien-Erstellung). Derzeit ist die 32Bit-Variante drauf, allerdings ist die CPU tatsächlich 64Bittig, so dass hier noch eine Neuinstallation fällig wird. Mit Ubuntu funktioniert eigentlich alles, nur der Touchscreen von eGalax brauchte nach Installation von xserver-xorg-input-evtouch noch etwas Grob- und Feintuning: Erstens war die X-Achse verkehrt, so dass eine Bewegung von links nach rechts den Mauszeiger von rechts nach links bewegen liess. Und zweitens konnten die äussersten 5cm des Bildschirms nicht erreicht werden. Dafür gibt's ja Kalibrierungstools. Leider funktionieren die überhaupt nicht. Also muss man hier von Hand rangehen. Dazu müssen zunächst allfällige Kalibrierungsinformationen des evtouch-Treibers gelöscht werden, diese sind unter /etc/evtouch/ abgelegt. Anschliessend kann man von Hand anfangen die HAL-Informationen zu erraten. Ja, eigentlich sollte der krüpplige Koala ja HAL durch DeviceKit und udev ersetzen, dennoch läuft noch der HAL-Daemon mit.

Für die HAL-Rekonfiguration sollte die Datei /usr/share/hal/fdi/policy/20thirdparty/50-eGalax.fdi nach /etc/hal/fdi/policy/ kopiert werden, danach bearbeitet man die Kopie in /etc. In einem ersten Schritt müssen nun die Werte für minx und maxx ausgetauscht werden, damit die X-Achse korrigiert ist. Anschliessend kann man die Werte für minx, miny, maxx und maxy so lange anpassen, bis der Touchscreen halbwegs passabel funktioniert. In meinem Fall schauen die betreffenden Zeilen so aus:
<merge key="input.x11_options.minx" type="string">3490</merge>
<merge key="input.x11_options.miny" type="string">750</merge>
<merge key="input.x11_options.maxx" type="string">520</merge>
<merge key="input.x11_options.maxy" type="string">3150</merge>

Damit bin ich vorerst zufrieden, auch wenn ich bei Gelegenheit wohl nochmals daran fummeln werde. In einigen Reviews habe ich gelesen, dass der Touchscreen nervig langsam sei, das kann ich auf jeden Fall nicht bestätigen. Theoretisch würde er wohl auch Multitouch beherrschen (klickt man an zwei unterschiedlichen Stellen, so geht der Cursor in die Mitte davon), allerdings kann der Treiber nicht mal Drag n' Drop, daher kann man da vorerst nur abwarten.

Als Mediacenter sollte da eigentlich auch eine dedizierte Mediacenter-Software drauf. Leider bin ich hier noch nicht fündig geworden. Das Ubuntuusers-Wiki hat zwar eine schöne Auflistung an passender Software, aber überzeugen konnte mich bislang nichts davon. Mediacenter-Software ist üblicherweise auf die Steuerung per Fernbedienung (welche Tastatursignale sendet) ausgelegt. Etwas, das sich nur per Maus-Linksklick bedienen lässt, habe ich so noch nicht gefunden. Lediglich XBMC habe ich allerdings noch nicht testen können, das schmiert bei mir grad ab.

Meine Lösung lautet nun wie folgt: Netbook-Launcher als Starter für Programme und Mediendateien, als Player wird Totem (das Standardprogramm von Gnome) verwendet. Nautilus wurde so konfiguriert, dass Verzeichnisse und Dateien per Singleklick geöffnet werden. Damit ist das System schon ziemlich gut per reinem Linksklick steuerbar. Für input-intensivere Aufgaben kann ich immer noch per SSH oder VNC drauf zugreifen.

Natürlich fehlt für ein vollwertiges Mediacenter noch ein Punkt: Ein Möglichkeit um DVDs abspielen zu können. Diese habe ich leider noch nicht gefunden. Klar, ich könnte mir einfach ein externes Gerät kaufen. Aber das würde einerseits den "ich schlepp nur Monitor und Netzteil"-Gedanken ruinieren, andererseits hab ich ja schon mehrere DVD-Laufwerke in damit vernetzten Geräten verbaut. Also muss irgendwie ein Blockdevice über das Netzwerk transportiert werden. Leider fallen iSCSI, ATA-Over-Ethernet und Network Block Device aus, da diese allesamt nicht mit optischen Laufwerken umgehen können. enbd soll es angeblich können, aber dafür wollen erst mal Kompilierorgien vorgenommen werden (ja, seit Ubuntu bin ich irgendwie schon faul und verwöhnt geworden... Damals unter Gentoo hätt ich bestenfalls mit den Schultern gezuckt.). Den Feinschliff mit der DVD-Wiedergabe tu ich mir folglich ein anderes Mal an.

Der krüpplige Koala ist ja noch krüppliger als befürchtet...

^ v M ><
...das Drecksvieh hat mir anscheinend automatisch ein rm /mnt -type f -exec rm -f '{};' ausgeführt... (für Leute ohne Shell-Kenntnis: Das löscht genau alle Dateien unterhalb des Verzeichnisses /mnt, lässt aber die Verzeichnisstruktur intakt). Dass Probleme mit ext4 und grossen Dateien bestehen, war bekannt. Nur: das waren je eine XFS und eine ext3 Partition. Woher das kommt? Keine Ahnung. Und nein, so doof, um solche Befehle auf meinem Rechner auszuführen, bin ich nun doch auch wieder nicht!

Ich hatte heut Morgen kurz ein System mit hoher Last und starker HD-Aktivität, wird wohl dann passiert sein. Ich hab gedacht, dass das wohl das Backup-Skript sei. Falsch gedacht, offensichtlich. Tatsächlich lief zu dem Zeitpunkt auch ein find-Prozess. Immerhin hab ich vor wenigen Wochen ein Backup auf externe HDs gezogen. Und was seither zur Musiksammlung dazugekommen ist, lässt sich wieder rippen.

Und was passiert mit dem Koala? So eine Scheisse krieg nicht mal Microsoft gebacken. Also einschläfern, würd ich meinen. Aber eiligst!

Ubuntu 9.10 krüppliger Koala

^ v M ><
Sorry Canonical, aber Ubuntu 9.10 saugt wie ein Staubsauger. Seid Ihr von Microsoft unterwandert worden?

Probleme:
  • Upgrades von der Vorversion sind immer noch ein Glücksspiel und Neuinstallation geht sowieso schneller.
  • Pulseaudio vergisst nach dem Neustart die Lautstärke-Einstellungen, ausserdem gibt es standardmässig alles über mein Headset aus (trotz anderslautender Konfigurationsanweisung).
  • Policykit bietet keine grafische Konfigurationsoberfläche mehr. Ist man z.B. noch in einer Konsole als root angemeldet, muss man erst sein Passwort eintippen, um runterzufahren. Als Alternative die Regeln über kaum dokumentierte Kommandozeilen-Tools zu hacken ist mir zu doof.
  • Der Network-Manager muss erst von Hand neu gestartet werden, bevor OpenVPN-Verbindungen gestartet werden können.
  • Statisch konfiguriertes Netzwerk über /etc/network/interfaces ist pöse geworden. Man muss dann z.B. mit leerer /etc/resolv.conf leben. Sehr witzig.
  • Gnome-Shell ist ja ein total bescheuertes Konzept. Zum Glück ist das nur als "Preview" dabei und standardmässig nicht aktiviert. Aber wenn das je Standard werden sollte, wechsle ich sofort zu XFCE oder KDE
  • Der USB-Startmendien-Ersteller ist ganz schön fummelig geworden. Unter 9.04 funktionierte der eindeutig besser.
  • Grip ist verschwunden!!! Das ist ein richtiger Sargnagel! Einen besseren Ripper hab ich bislang nicht gefunden (ich kauf ja noch so antike Datenträger wie "Audio-CDs").

Alles andere lässt sich einigermassen gescheit hinbiegen. Ich bin trotzdem sehr unzufrieden. Da kann ich ja grad Windows Vista verwenden.

Eigentlich würd ich ja gerne Brütal Legend spielen...

^ v M ><
... denn das Spiel soll ja richtig gut gelungen sein.

Nur hält mich die Aussicht darauf, dass ich erst ein mittleres Vermögen für die Spielkonsole eines entweder pestilenten oder choleraischen Herstellers ausgeben soll, doch stark vom Kaufrausch ab. Bis endlich eine unter Linux lauffähige Version veröffentlicht wird, bin ich wohl eh alt und grau und hör nur noch volkstümlichen Schlager.

Windows 7 Party

^ v M ><
Oh wie geil! Microsoft sponsert Windows 7 Parties. Lade ein paar Kumpels an, sauf dir Mut an und installier Windows. Will man so eine Party veranstalten, gibt's so eine komische Sonderedition zu gewinnen.

Da die Party zwischen dem 22. und 29. Oktober stattfinden soll, hab ich auch schon eine Idee. Da Ubuntu 9.10 am 29. Oktober veröffentlicht werden soll, werd ich an dem Tag Windows-Release-Party machen. Erst gibt's einen Linux-Install-Event, bei dem jedem Gast ein Ubuntu 9.10 installiert wird. Anschliessend wird als grosses Highlight die Windows 7 CD geshreddert und die Handbücher feierlich verbrannt (Pyroshow!!!).

Folglich: Gleich mal bewerben :-D